IHS kritisiert WEF-Ergebnis im Bildungsbereich

17. Mai 2005, 19:13
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Arbeitsmarktexpertin Angela Wroblewski verweist auf Zahl der weiblichen Bildungsabschlüsse

Wien - Für Angela Wroblewski, Arbeitsmarkt-Expertin am Institut für Höhere Studien (IHS), ist das schlechte Abschneiden Österreichs "schwer nachvollziehbar" - besonders der 38. Platz bei der Chancengleichheit im Bildungsbereich in der Analyse des Weltwirtschaftsforum (WEF). Dieses Ergebnis entspreche nicht ganz ihren Forschungsergebnissen, meinte die Soziologin im Ö1-Mittagsjournal am Dienstag.

Die Studie wird im Detail angezweifelt: Wroblewski verwies darauf, dass mittlerweile mehr Mädchen als Buben Matura machen und auch an den Universitäten gleichgezogen hätten - sowohl bei den StudienanfängerInnen als auch bei den AbsolventInnen. Der Berufseinstieg nach der Ausbildung sei für Frauen nicht das Problem, sondern, dass Frauen durch Berufsunterbrechungen ausfallen, und dass sie Nachteile haben, wenn sie auf Teilzeit reduzieren.

Und natürlich sei es so, dass es sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes auswirke, wenn mit dem Ausfall von gut ausgebildeten Frauen "wertvolle Ressourcen verloren gehen" würden, stimmte die Expertin der Schlussfolgerung des WEF zu. (APA)

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