Peinlicher Fehler: AG kann an der Uni Salzburg nicht antreten

31. Mai 2005, 10:27
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Zahl der nötigen Unterschriften nicht erreicht: Zwölf der 58 UnterstützerInnen waren nicht wahlberechtigt

Salzburg - Ein peinlicher Fehler ist der Aktionsgemeinschaft (AG) an der Universität Salzburg bei ihrer Kandidatur für die Hochschülerschaftswahlen unterlaufen: Sie hat zum Stichtag 12. April zu wenige Unterstützungserklärungen eingereicht und kann deshalb bei der Wahl zur Universitätsvertretung nicht antreten. Das bestätigte Jakob Hubauer, der Vorsitzende der Wahlkommission, gegenüber der APA. Nötig wären 50 Unterstützungserklärungen.

Von den 58 abgegebenen Unterstützungserklärungen mussten zwölf ausgeschieden werden, weil sie von nicht wahlberechtigten Personen stammten, erläuterte Hubauer. Um wahlberechtigt zu sein, müsse man im Sommersemester 2005 inskribiert sein. Jene Unterstützer, die zu spät oder gar nicht inskribiert hatten, mussten ausgeschieden werden. Deshalb darf die AG, die bei den vergangenen Hochschülerschaftswahlen in Salzburg noch zwei Mandate erhielt, bei der Wahl zur Universitätsvertretung nicht antreten. "Wir haben ein bisschen Pech gehabt", ärgert sich Peter Migutsch, der Geschäftsführer der AG in Salzburg. "Wir können das nur mit Galgenhumor nehmen." Nun konzentriere man sich mit voller Kraft auf die Wahl der Studienrichtungsvertretung an der Juridischen Fakultät, kündigte Migutsch an.

Die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft sei über den eigenen Gesetzesentwurf gestolpert, meinte Christoph Eder, Spitzenkandidat des Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ) in Salzburg. Auch wenn man mit der AG oft nicht einer Meinung gewesen sei, wäre es bedauerlich, dass sie nicht zur ÖH-Wahl zugelassen worden sei. Eine funktionierende Demokratie brauche mehrere demokratische Mitbewerber.

An der Universität Salzburg mit 9.500 Wahlberechtigten werden für die Universitätsvertretung neben den Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) und dem Verband Sozialistischer Studierender (VSSTÖ) auch das Liberale Forum, eine unabhängige Namensliste, die Kommunistischen Studierenden (KSV) sowie der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) antreten, kündigte Hubauer an. Bei den Hochschülerschaftswahlen 2003 erreichten die Grünen mit sechs Mandaten die absolute Mehrheit. Der VSStÖ kam auf drei und die AG auf zwei Mandate. Fakultätsübergreifend werde man sich bemühen, die Wahlbeteiligung zu heben. 2003 lag sie bei knapp 28 Prozent. (APA)

  • Umbauarbeiten sind in der AG an der Uni Salzburg wohl nicht nur an der Homepage nötig.
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    Umbauarbeiten sind in der AG an der Uni Salzburg wohl nicht nur an der Homepage nötig.

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