Wenn Mensch und Maschine tratschen

23. Mai 2005, 11:40
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Bisher hat die Interaktion zwischen Mensch und Maschine sich hauptsächlich darauf gestützt, dass die Maschine Informationen auf ihre formale Struktur und Brauchbarkeit überprüfen und (in höchster Geschwindigkeit) verarbeiten kann - eine Fähigkeit, die sich vom Addieren ganzer Zahlen bis zum Auffinden des Wortes "Kohl" im weltweiten Web erstreckt.

Semantische Systeme erweitern die Zusammenarbeit auf die Bedeutungsebene. Sie unterstützen eine inhaltsorientierte Suche. Dazu bekommen Informationseinheiten wie Zahlen oder Worte neben syntaktischen Regeln (die die formale Richtigkeit ihrer Bearbeitung etablieren) auch eine semantische, den Inhalt betreffende Metaebene. Also wird bei "Kohl" angemerkt, ob es sich um eine Pflanze, einen Kanzler oder um Unsinn handelt. Weiters ermöglichen semantische Systeme die Zusammenarbeit webbasierter Dienste unterschiedlicher Herkunft. Dazu sind neben offenen Schnittstellen auch Standards wichtig, die den Austausch zwischen diesen Diensten regeln.

Die Programmlinie Semantic Systems der Initiative FIT-IT (Forschung, Innovation, Technologie - Informationstechnologie) des Infrastrukturministeriums arbeitet an der Vereinfachung der Interaktion Mensch/Computer. Alistair Duke und Dave Robertson referierten bei der FIT-IT-Tagung "Mehr Sinn für bedeutende Prozesse". (mf/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17. 5. 2005)

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