Red Bull pachtet in Monaco die "Macht"

22. Mai 2005, 16:04
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"Star Wars"-Stars zu Gast beim Mateschitz-Team - Motorhome schwimmt im Hafen von Monaco - Liuzzi unter Druck

Monaco - Anlässlich des Formel-1-Klassikers in Monaco läuft natürlich auch das neue Red-Bull-Racing-Team zu PR-Hochform auf. Die prominentesten Gäste des Teams von Dietrich Mateschitz werden im Fürstentum die Stars der "Star Wars"-Saga sein, die am Sonntag im Rahmen des Filmfestivals in Cannes die Weltpremiere von "Die Rache der Sith" feiern.

Prominente Gäste

Ebenfalls für einen ordentlichen Farbtupfer am buntesten Wochenende des Formel-1-Jahres wird das Red-Bull-Motorhome sorgen - dieses wird nämlich im Hafen von Monaco schwimmen. Da Cannes nur wenige Kilometer von Monaco entfernt ist, sind Red Bull und das "Star-Wars"-Team eine PR-Partnerschaft eingegangen. Film-Regisseur und -Schöpfer George Lucas und einige seiner Schauspieler werden daher zu Gast in der Box und im Motorhome sein.

Sportlich gesehen will der zweifache Monaco-Sieger David Coulthard (2000 und 2002) seine Fähigkeiten zwischen den Häuserschluchten einmal mehr ausspielen, sein Teamkollege Vitantonio Liuzzi steht nach dem bitteren Out in Barcelona gehörig unter Erfolgsdruck.

Liuzzi beim Klassiker unter Druck

Der Vorarlberger Christian Klien ist zum dritten Mal nach Imola und Barcelona dritter Red-Bull-Pilot und daher so wie der Niederösterreicher Alexander Wurz (McLaren) nur am Donnerstag im Testeinsatz. Bereits auf dem Nürburgring (29. Mai, GP von Europa) könnte Klien dann wieder ins Renncockpit zurückkehren.

Liuzzi hat in der Formel 3000 zwei Mal Monaco-Erfahrung gesammelt: 2003 gab es einen deftigen Unfall, 2004 einen Sieg. "Hier gibt es zwei Optionen: man ist schnell und präzise oder man endet in der Mauer", meinte der Italiener, der nach Rang acht in Imola in Spanien nach einem Fahrfehler von der Strecke gerutscht ist.

Liuzzi, der für vorerst drei Rennen das Cockpit von Klien übernommen hat, weiß, dass am Sonntag viel auf dem Spiel steht: "Mir ist klar, dass ich in Monaco ein gutes Ergebnis hinlegen muss. Ausgerechnet Monaco ist aber die härteste Herausforderung für eine so genannte 'Letzte Chance.' Ich muss Vertrauen in mich selbst und das Auto haben." Ein großer Nachteil für den Rookie ist die Tatsache, dass er am Samstag als erster Pilot ins Qualifying muss.

Der Glanz im fürstlichen Ambiente

Bereits ein wahrer Monaco-Liebhaber ist Coulthard, der auch privat im Zentrum der Cote d'Azur residiert. "Monaco ist etwas ganz Spezielles. Ein Ausrutscher und alles ist vorbei, du musst ununterbrochen konzentriert sein. Ausruhen gibt es hier nicht", weiß der 34-jährige Schotte, der als klares Ziel einmal mehr WM-Punkte ausgibt.

RBR-Sportdirektor Christian Horner betont, dass Erfolge in "Monte" ganz besonders glänzen. "Monaco ist in vieler Hinsicht das Highlight des Jahres, eine Herausforderung für alle Fahrer und Teams. Es ist das einzige Stadtrennen des Jahres und auf Grund der Streckencharakteristik ist Überholen beinahe unmöglich." Angesichts der "Star Wars"-Partnerschaft meinte Horner: "Hoffentlich wird die Macht mit uns sein."

Am Red-Bull-Boliden wurde bei Testfahrten in Paul Ricard/Frankreich vor allem an der Aerodynamik, der Traktionskontrolle und an den Michelin-Reifen gearbeitet. (APA)

  • Yoda soll RBR zum nötigen Speed verhelfen.
    foto:montage/derstandard.at

    Yoda soll RBR zum nötigen Speed verhelfen.

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