Karthoum weiterhin gegen Einsatz nicht-afrikanischer Truppen

31. Mai 2005, 11:50
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Friedensgespräche sollen Ende Mai wieder aufgenommen werden

Tripolis - Die seit Dezember unterbrochenen Friedensverhandlungen für die westsudanesische Krisenregion Darfur sollen Ende Mai wieder aufgenommen werden. Dies ist das Ergebnis einer Konferenz von Vertretern sechs nordafrikanischer Staaten, die in der Nacht zu Mittwoch im libyschen Tripolis endete.

Die Rebellengruppen aus Darfur hätten nicht an dem Treffen teilgenommen, seien mit dem Ergebnis aber zufrieden, berichtete der britische Sender BBC. "Wir haben uns auf einen Fahrplan für einen umfassenden Frieden geeinigt", sagte der sudanesische Außenminister Mustafa Osman Ismail. Ähnliche Ankündigungen der sudanesischen Regierung waren in der Vergangenheit folgenlos geblieben.

Erneut sprach sich die sudanesische Führung gegen einen Einsatz nicht-afrikanischer Truppen in Darfur aus. In Darfur geht die sudanesische Regierung mit Hilfe verbündeter Milizen gegen die Zivilbevölkerung vor. Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen kamen in Folge des Konflikts etwa 300.000 Menschen ums Leben, zwei Millionen wurden vertrieben. (APA/dpa)

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