Theater-Tipp: "Freitag in Sarajevo"

17. Mai 2005, 11:13
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Österreich-Premiere von Richard Schuberths witzig-böser Balkan-Satire am 18. Mai in der Sargfabrik

Wien - Eine US-Starintellektuelle, die im belagerten Sarajevo "Warten auf Godot" inszenieren will, ein französischer Eingreifphilosoph, der aus Versehen den bosnischen Hauptdarsteller erschießt, und gemeinsam mit einem deutschen Kulturschützer die Hauptrollen übernehmen muss - Ähnlichkeiten mit realen Vorbildern sind in Richard Schuberth witzig-böser Balkan-Satire „Freitag in Sarajevo“ durchaus gewollt.

Nach fulminanten Lesungen, die der Autor zum Teil mit dem Akkordeonisten Krzysztof Dobrek bestritt, erlebt das Stück nun in der Wiener Sargfabrik nun seine österreichische Bühnenpremiere. Dafür verantwortlich zeichnet die bosnische Theatergruppe Ars Vivendi, die bereits im vergangenen Oktober für die Welturaufführung in Tuzla sorgte. Ein "schön-böses, klarsichtiges Stück" konstatierte Peter Handke. Autor Richard Schuberth wird bei der Bühnenversion übrigens in einer Gastrolle auch selbst auftreten - als Anführer paramilitärischer Schergen. (glicka)

Sargfabrik
Goldschlagstraße 169
1140 Wien
Tel. 988 98 114
18.5., 20 Uhr
  • Artikelbild
    foto: richard schuberth
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