Japan sagt 100 Millionen Dollar Hilfszahlungen für Palästinenser zu

18. Mai 2005, 12:14
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Abbas will nach Besuch in Tokio nach Peking weiterreisen

Tokio - Angesichts des israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen will Japan die Palästinenser mit Hilfsgeldern in Höhe von 100 Millionen US-Dollar (mehr als 77 Millionen Euro) unterstützen. Dies kündigte der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi am Montag bei einer Pressekonferenz mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Tokio an.

Koizumi führte nicht aus, wie das Geld verwendet werden soll und ob die Zahlung an den tatsächlichen Abzug Israels aus dem Gazastreifen gebunden ist. Abbas, der nach dem Besuch in Japan nach China weiterreisen wollte, bedankte sich für die finanzielle Unterstützung Tokios.

Japan ist einer der größten Geldgeber für den Friedensprozess im Nahen Osten. Seit dem Friedensabkommen von Oslo im Jahr 1993 hat das asiatische Land der Palästinenserführung 760 Millionen Dollar an Hilfsgeldern zu Verfügung gestellt. Israel will Mitte August seine Armee aus dem Gazastreifen abziehen. Auch die 21 jüdischen Siedlungen, in denen rund 8000 Menschen leben, sollen dann geräumt werden. Die Entscheidung für den Rückzug ist in Israel heftig umstritten. (APA)

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    Mahmud Abbas zu Besuch bei Junichiro Koizumi

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