USA: Afro-Amerikanerinnen bei Brustkrebstherapie benachteiligt

18. Mai 2005, 17:23
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Deutlich längeres Warten auf eine Therapie - Zweimonatige Verzögerung lässt Überlebenschancen sinken

Orlando - Schwarze Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, müssen in den USA deutlich länger auf eine Therapie warten als Weiße. Fast 27 Prozent der schwarzen Patientinnen hätten vom ersten Arztbesuch an bis zu drei Monate lang auf den Beginn der Behandlung warten müssen.

Das erklärte die Medizinerin Sherri Sheinfeld Gorin von der Universität Colombia, die eine entsprechende Studie leitete, am Sonntag auf der Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO) in Orlando. Bei den hispanischen Patientinnen hätten nur 17 Prozent eine genauso lange Wartezeit gehabt, bei den weißen sogar nur 15 Prozent.

Bei einer Verzögerung des Therapiebeginns um zwei Monate sinke die Überlebenschance jedoch um zehn bis 15 Prozent, erklärte ASCO-Präsident David Johnson. Für die Studie wurden mehr als 49.800 Frauen unter 64 Jahren auf ihrem Weg vom ersten Arztbesuch über die Diagnose bis zur Aufnahme der Behandlung beobachtet. (APA/AFP)

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