Brand in Stockholmer U-Bahn

17. Mai 2005, 13:46
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Bisher rund ein Dutzend Personen ins Krankenhaus - Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Stockholm - Bei einem Brand in der Stockholmer U-Bahn haben am Montag zwölf Reisende Rauchvergiftungen erlitten. Möglicherweise sind sie Opfer eines Anschlags. Wie die Polizei in der schwedischen Hauptstadt mitteilte, deuteten übereinstimmende Zeugenaussagen, wonach es während der Fahrt des Zuges zur Station Rinkeby zwei Detonationen gegeben habe, auf eine Sabotageaktion hin. Mehrere Bahnhöfe und Streckenabschnitte wurden für umfassende Fahndungsaktionen hermetisch abgeriegelt.

"Unsere Spezialisten im Zug konnten sofort sehen, dass der Brand gelegt worden war", sagte der Einsatzleiter der Polizei, Karl-Johan Svensson, in der Zeitung "Expressen" (Internetausgabe). Das Feuer war während der morgendlichen Hauptverkehrszeit auf einer Fahrt zum Vorortbahnhof Rinkeby ausgebrochen, als die Stockholmer auf dem Weg zur Arbeit und die Kinder unterwegs zur Schule waren.

Flucht durch die Tunnelröhre

Zahlreiche Reisende mussten vor der heftigen Rauchentwicklung durch die Tunnelröhre flüchten. Nach der Durchsuchung des Zuges und dem Absuchen des betroffenen Streckenabschnittes stellte die Einsatzleitung erleichtert fest, dass niemand bei dem Unglück ums Leben gekommen war.

Einer der mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus eingelieferten Zugpassagiere sei schwer verletzt, hieß es in den offiziellen Mitteilungen. Ein Waggon des U-Bahn-Zuges brannte völlig aus. Alles in allem sei das Unglück sehr glimpflich verlaufen, berichteten Feuerwehrleute im Rundfunk. (APA/dpa)

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