Palästinenser gedachten der Vertreibung von 1948

17. Mai 2005, 19:49
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"Nakba-Tag" erinnert an Flucht und Vertreibung von Hunderttausenden Palästinensern

Ramallah - Tausende Palästinenser haben am Sonntag im Gazastreifen und Westjordanland der Massenvertreibung im ersten Nahost-Krieg 1948 gedacht. Am so genannten Nakba-Tag, dem "Tag der Katastrophe", versammelten sich die Menschen in den Städten zu Gedenkmärschen. Die Demonstranten schwenkten palästinensische Flaggen und trugen Spruchbänder. In Sprechchören riefen sie "Nein zur Neuansiedlung der Flüchtlinge, ja für das Recht auf Rückkehr".

Die Palästinenser haben den 15. Mai zum "Nakba-Tag" erklärt. Sie erinnern damit an die Flucht und Vertreibung von rund 700.000 Palästinensern nach der israelischen Staatsgründung vor 57 Jahren. Inzwischen wird die Zahl der Flüchtlinge und ihrer Nachkommen weltweit auf mehr als vier Millionen geschätzt. Israel hatte am Donnerstag seinen Unabhängigkeitstag gefeiert.

Abbas: Palästinenserstaat mit Hauptstadt Jerusamlem

In einer Ansprache, die im Rundfunk und Fernsehen übertragen wurde, sagte Präsident Mahmud Abbas, die palästinensische Sache sei "heilig" und beschäftige die ganze Welt. Eine friedliche Lösung des Konflikts sei nur durch die Umsetzung internationaler Resolutionen denkbar. Diese riefen zu einer Beendigung der israelischen Besatzung der Palästinensergebiete und der Einrichtung eines unabhängigen Palästinenserstaats "mit Jerusalem als seiner Hauptstadt" auf. (APA/dpa)

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