Simbabwe: Britische Söldner nach Putschversuch abgeschoben

24. Mai 2005, 10:37
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Männer waren im März 2004 an Bord eines Flugzeugs festgenommen worden

Harare - 62 vor 14 Monaten wegen eines Putschversuchs im westafrikanischen Kleinstaat Äquatorialguinea in Simbabwe verhaftete britische Söldner sind abgeschoben worden. Das teilte ihr Anwalt am Sonntag mit. Die Söldner waren im März 2004 an Bord eines Flugzeugs festgenommen worden, das bei einer Zwischenlandung im simbabwischen Harare Waffen aufnehmen wollte, die offenbar bei dem Putsch in Äquatorialguinea eingesetzt werden sollten.

Die Söldner waren vergangenen September im Verfahren wegen des Putschversuches freigesprochen worden, aber weiter wegen Einwanderungsvergehen in Simbabwe belangt worden. Ihr Anführer, der frühere britische Elite-Soldat Simon Mann, und die beiden Piloten waren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Simon Mann war Geschäftspartner von Marc Thatcher, dem Sohn der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Der Geschäftsmann, der den Putschversuch nach eigenem Geständnis mitfinanzierte, wurde im Jänner in Südafrika zu einer Strafe von drei Millionen Rand (375.000 Euro) und einer Bewährungsstrafe von vier Jahren verurteilt. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Eine Gruppe der Söldner auf dem Weg zu einer Gerichtsverhandlung

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