Mattes Westderby ohne Tore

24. Mai 2005, 14:17
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Wacker und Salzburg konnten am Tivoli überzeugen - Salzburg nur mehr rechnerisch Abstieg gefährdet

Innsbruck - Der SV Salzburg kann nur noch rein rechnerisch aus der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga absteigen. Die Salzburger, die ab der kommenden Saison unter der Schirmherrschaft von Red Bull ins Rennen gehen, erreichten bei Aufsteiger FC Wacker Tirol ein torloses Remis und liegen damit drei Runden vor Schluss bei um 30 Treffer besserer Tordifferenz neun Punkte vor Schlusslicht Bregenz.

Zu Beginn keine Torraumszenen

Das Westderby hielt über weite Strecken nicht das, was man sich versprochen hatte. Bei föhnigen Bedingungen wurde den rund 5.000 Zuschauern am Tivoli neu in der ersten Hälfte eher lauer Frühjahrs-Kick geboten. Die beiden Erzrivalen neutralisierten sich im Mittelfeld, Torchancen waren Mangelware.

Nach Seitenwechsel taten beide Teams etwas mehr, Wacker-Kapitän Grüner prüfte Salzburg-Schlussmann Arzberger mit zwei Distanzschützen. Die beste Möglichkeit verbuchten aber die Mozartstädter: Der Südkoreaner Seo scheiterte nach einem Solo an Wacker-Tormanntrainer De Vora (64.). De Vora spielte auch seine zweiten Partie, die er an Stelle der verletzten Goalies Pavlovic und Planer bestritt, zu null. Es war die erste Bundesliga-Heimpartie des 34-Jährigen in Innsbruck nach neuneinhalb Jahren (2:0 am 18. November 1995 gegen Ried), die erste überhaupt am Tivoli neu.

Kleiner Erfolg für Linzmaier an alter Wirkungsstätte

Auch Salzburg-Interimstrainer Manfred Linzmaier durfte sich bei seiner Rückkehr nach Innsbruck, wo er als Spieler unter anderem zwei Mal Meister (1989,1990) und Cupsieger (1989,1993) wurde und 1987 das UEFA-Cup-Semifinale erreichte, freuen - über einen nicht unverdienten Punkt. Der 42-Jährige weicht im Sommer dem neuen Red Bull-Cheftrainer und ehemaligen Tiroler Erfolgscoach Kurt Jara.

Bereits am 31. Juli - im ersten von vier West-Duellen der laufenden Saison - hatte es in Salzburg ein 0:0 gegeben. Danach überdauerte der Aufstieger aus Innsbruck die gesamte Spielzeit ohne Niederlage gegen den Erzrivalen. Die Salzburger warten bereits seit dem 14. August 1999 (1:0) auf einen Meisterschaftssieg gegen Wacker bzw. dessen Vorgängerklub FC Tirol. (APA)

  • FC Wacker Tirol - SV Salzburg 0:0
    Innsbruck, Tivoli neu, 5.100 Zuschauer, SR Schörgenhofer.

    Wacker Tirol: De Vora - Schroll, H. Eder, Schrott - Mimm, Grüner, Mader (54. Brzeczek), Windisch - Aganun (58. Hölzl), H. Aigner, Mair

    Salzburg: Arzberger - Winklhofer, Laessig, Ch. Jank, Gjosevski - Willi (12. Schoppitsch), M. Suazo, Pichorner, Seo - Kastner (74. Mrdakovic), Scharrer (87. Aslan)

    Gelbe Karten: Grüner bzw. Gjosevski, Schoppitsch

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