Stimmen: "Wollten im Rennen bleiben"

24. Mai 2005, 20:05
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  • Pasching - Austria:

    Georg Zellhofer (Pasching-Trainer): "Mit einem Sieg und einem verwandelten Elfmeter in der 92. Minute hätten wir die Austria noch einholen können, jetzt wird es schwer. Die überraschenden Abgänge von Mayrleb, Kirchler und Jezek sind in der kommenden Saison nicht leicht zu kompensieren. Aber Pasching ist ein guter Boden, ich glaube, dass es gelingen wird, eine gute und interessante Mannschaft für die Fans zusammenzustellen."

    Edi Glieder (Pasching-Stürmer, Torschütze zum 1:1): "Ich freue mich über das Tor, es hat uns ins Spiel zurückgebracht. Die zweite Hälfte war so, dass jede Mannschaft gewinnen hätte können. Es war ein langes Hickhack und ein hin und her, wer geht weg, wer bekommt Vertrag, es war eine hausgemachte Problematik und alle ein bisserl verunsichert. Wir haben das ganze Jahr gut gearbeitet, sind dann ein bisschen eingebrochen. Schade, dass wir nicht ganz bis zum Schluss dabei waren. Wir wollen noch Platz drei erreichen."

    Peter Stöger (Austria-Trainer und Ex-Rapidler): "Ich kann Gremien nicht vorweggreifen, aber wenn Pepi Hickersberger weiß, dass sie zu hundert Prozent Meister sind, werde ich der Erste sein, der gratuliert. Rapid ist nicht unverdient Meister.

    Die zweite Hälfte war es ein unglaublich tolles Fußballspiel. Wir haben alles versucht, um das Spiel zu gewinnen und hatten viele Möglichkeiten. Nach dem Ausgleich war es so, dass beide Mannschaften versucht haben, das Spiel zu gewinnen. Es war ein tolles Fußballspiel. In der Endphase waren die Paschinger überlegen. Nach dem ersten Tor hätten wir 2:0, 3:0 führen müssen, dann wäre das Spiel erledigt gewesen. Wir sind auf einem guten Weg, haben viele, viele Ausfälle und trotzdem guten Fußball geboten. Wir wollen so weiterspielen, haben noch interessante Spiele, eine riesige Aufgabe im Cup, ein Super-Derby. Es ist genug zu tun. Didulica ist am Boden zerstört, es gibt keine Schuldzuweisungen, es war Pech."

    Richard Kitzbichler (Austria-Mittelfeldspieler): "Wir haben 1:0 geführt und dann zwei oder drei Hundertprozentige gehabt, die Entscheidung herbeizuführen. Wir haben ein blödes Gegentor bekommen, aber immer noch Chancen, zu gewinnen. Wir wollten im Rennen bleiben, Rapid unter Druck setzen. Mit besserer Chancenauswertung wäre das drinnen gewesen. Didulica hat den Fehler gemacht, aber so will ich das gar nicht bezeichnen, der Boden war holprig, mit einer Klasseparade hat der das mehr als gut gemacht."

  • Rapid - Bregenz:

    Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "So lange wir nicht Meister sind, will ich noch nicht darüber reden. Für uns war das heute ein Pyrrhussieg, denn er war zu teuer erkauft. Die Verletzung von Markus Katzer ist sehr schwerwiegend, er hat einen Kreuzbandriss und einen Seitenbandriss. Ich kann mich über diesen Sieg nicht freuen."

    Axel Lawaree (zweifacher Rapid-Torschütze): "Wenn uns nach dem Anschlusstreffer kein Tor gelungen wäre, hätten wir bis zum Schluss hart kämpfen müssen. Es war eine Superstimmung hier mit einem unglaublichen Publikum. So etwas spürst du in deinem Herz."

    Rudolf Edlinger (Rapid-Präsident): "Die Vorfreude ist riesengroß, wir sind unserem großen Ziel sehr nahe. Wir haben mit der Verpflichtung von Trainer Hickersberger und Sportdirektor Schöttel die richtigen personellen Entscheidungen getroffen. Wenn wir bereits am Sonntag Meister werden, dann nehme ich das so wie die Rapid-Fans gerne zur Kenntnis."

    Roland Kornexl (Bregenz-Trainer): "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden, denn wir haben das Spiel sehr lange offen gehalten. Die Schlüsselszenen waren die Ausgleichschance durch Jakomin und die Gelb-Rote Karte für Höller. Am Ende ist das Ergebnis dann ein bisschen zu hoch ausgefallen. Schon vor dem Spiel waren wir zu 90 Prozent abgestiegen, jetzt ist es anscheinend definitiv. Wir müssen schauen, was die Zukunft bringt. Ich weiß nicht, wie es in Bregenz weiter geht."

  • Sturm Graz - GAK:

    Michael Petrovic (Trainer Sturm): "Es war ein sehr gutes Derby, in dem wir in der ersten Hälfte besser waren. In der zweiten Hälfte konnte meine junge Mannschaft das Tempo nicht mehr mitgehen. Der Elfer wäre aber zu geben gewesen (Referee Sowa zeigte J. Säumel wegen einer 'Schwalbe' Gelb/Anm.), bei 2:0 wäre das Spiel anders gelaufen. Trotzdem bin ich mit dem 1:1 zufrieden, denn er GAK hat großen Druck gemacht."

    Walter Schachner (Trainer GAK): "Meine Mannschaft war in der ersten Hälfte wie weggetreten, beim Tor hat es überhaupt keine Gegenwehr gegeben. Daher bin ich in der Halbzeit zum ersten Mal laut geworden. Nach dem Wechsel hätten wir uns den Sieg verdient. Nach den Chancen sind wir Punktesieger. Dienstag haben wir wieder ein schweres Spiel gegen Rapid, vielleicht können wir in Wien gewinnen und den Cup-Titel verteidigen."

  • Wacker Tirol - Salzburg:

    Stanislaw Tschertschessow (Tirol-Trainer): "Ich verstehe nicht ganz, wieso überhaupt nichts gegangen ist. Ich habe eigentlich keine Erklärung dafür, warum nicht mehr gelungen ist. Salzburg hat sehr defensiv gespielt, meine sehr junge Mannschaft hat einfach kein Mittel gefunden, den Riegel zu knacken."

    Manfred Linzmaier (Salzburg-Interimscoach): "Es war mit Sicherheit eines der schlechtesten Westderbys, die ich je gesehen habe. Aber für uns zählt nur der Punkt und der Klassenerhalt. Das ist für mich heute das Wichtigste."

  • Admira - Mattersburg:

    Dominik Thalhammer (Admira-Coach): "Unsere Jungen haben sich behauptet, sie haben für viel frischen Wind gesorgt. Für ein besseres Team in der nächsten Saison werden wir uns von einigen Spielern trennen müssen."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Das war kein Zauber-Fußball. Aber es waren junge Teams auf dem Feld, da muss man Abstriche machen." (APA)

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