Amnesty kritisiert USA wegen Umgangs mit Gefangenen

19. Mai 2005, 19:34
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"Von Folter und Misshandlung bedroht"

London - Tausende Menschen, die die USA im Kampf gegen den Terrorismus festgenommen haben, sind laut Amnesty International von Folter und Misshandlung bedroht. Die Haltung der US-Regierung gegenüber den Häftlingen sei von Scheinheiligkeit, Kriegsmentalität und die Weigerung zur Einhaltung internationaler Verpflichtungen geprägt, heißt es in einem am Freitag vorgestellten Bericht der Menschenrechtsorganisation.

Das Dossier mit dem Titel "Guantanamo und darüber hinaus" wirft Washington vor, die Welt mit einer PR-Kampagne davon überzeugen zu wollen, dass der Folterskandal von Abu Ghraib ein geringes und inzwischen behobenes Problem gewesen sei. "Zur gleichen Zeit sind tausende Gefangene im Irak, in Afghanistan, Guantanamo und Geheimgefängnissen an anderen Orten dem Risiko ausgesetzt, gefoltert und misshandelt zu werden." Auch werde den Häftlingen eine faire juristische Behandlung vorenthalten. (APA/AP)

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