Handball: Bregenz und Margareten mit einem Bein im Endspiel

16. Mai 2005, 22:34
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Zwei Auswärts-Erfolge in dramatischen Halbfinal-Hinspielen: Bregenz biegt Linz 29:27, Wiener schlagen Krems 30:29

Wien - Meister Bregenz und Margareten haben am Freitagabend mit Auswärtssiegen in den Halbfinal-Hinspielen des HLA-Meister-Playoff den Grundstein zum Finaleinzug gelegt: Die Wiener besiegten nach einem dramatischen Spiel bei UHK Krems mit 30:29 (12:13) und haben damit im Rückspiel am Pfingstmontag vor eigenem Publikum alle Trümpfe in der Hand. Meister Bregenz rang den HC Linz mit 29:27 (11:13) nieder. Die Linzer waren zuletzt 13 Matches en suite ungeschlagen geblieben.

Beide Teams boten Handball vom Feinsten: Nach 40 Minuten lagen die Hausherren schon mit 19:15 voran, doch die Gäste vermochten das Match noch umzudrehen, stellten auf 23:22 und holten den Sieg. Bregenz Manager Roland Frühstück: "Das war Werbung für unseren Sport. Über eine konstant gute Verteidigung haben wir es in der zweiten Hälfte geschafft, auch einen Vier-Tore-Rückstand noch aufzuholen."

"Wir sind mit großen Erwartungen in dieses Spiel gegangen, aber Bregenz hat gut gespielt und verdient gewonnen", meinte Linz-Kapitän Ewald Humenberger sportlich. Die Abwehr der Vorarlberger sei in der zweiten Hälfte sehr gut gestanden. "Und ich habe nicht mehr so viel gehalten wie in der ersten Hälfte."

Fivers Kremser Angstgegner

Die Wiener hatten am vergangenen Sonntag die stolze Heimserie der Kremser (18 Heimsiege en suite) mit einem ebenso knappen 26:25-Erfolg gebrochen. Diesen psychologischen Vorteil nützten die Fivers. Das Match war lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Kremser Hrib und der Wiener Belas drückten mit je sieben Treffern in der ersten Hälfte dem Match ihren Stempel auf, Krems ging mit einer 13:12-Führung in die Pause.

Bis zur 43. Minute führten die Niederösterreicher 20:18, dann wendete sich das Blatt zu Gunsten der Margaretener, die in der 52. Minute mit 27:25 in Führung gingen. In der letzten Minute traf der Wiener Gangl bei 30:29 nur die Stange, dafür vergaben die Kremser in der Schluss-Sekunden noch eine hundertprozentige Chance zum Ausgleich. "Die Kremser sind bekannt heimstark, das ist eine Super-Ausgangslage für uns", frohlockten Fivers-Manager Thomas Menzl. (APA)

Meister-Playoff/Halbfinale/Hinspiele:

  • HC Linz - HC Bregenz 27:29 (13:11). Beste Werfer: Kainmüller 8, Lint 5 bzw. Galic 8/4, Wilczynski 6

  • UHK Krems - Aon Fivers Margareten 29:30 (13:12). Beste Werfer: Lachmann 8, Hrib 7/1 bzw. Belas 10, Ziura 5/1

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