Linzer Sozialmarkt wird Vorbild für Tirol

16. Mai 2005, 19:20
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AK-Initiative für bedürftige Menschen - Eröffnung voraussichtlich in zwei Monaten

Innsbruck – In der Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofes soll in etwa zwei Monaten ein 130 m² großer Sozialmarkt eröffnet werden. Dort sollen Menschen mit einem Einkommen unter 700 Euro monatlich (Paare 1100 Euro) einen Grundbedarf an Lebensmitteln um durchschnittlich 30 Prozent des Normalpreises einkaufen können. Der Markt selbst wird die Einkaufskarten ausstellen und die Bedürftigkeit regelmäßig überprüfen.

Initiator ist AK-Chef Fritz Dinkhauser, nach langen Verhandlungen bilden nun AK, Caritas und Stadt Innsbruck eine Gemeinnützige GmbH, das Land ziert sich noch. Fix dabei sind die regionalen Supermarktketten M-Preis, C+C Wedl, dazu Darbo und die Tirol Milch. Leopold Wedl sieht in dem Projekt nicht nur einen sozialen Nutzen, sein Betrieb werde künftig auch Entsorgungskosten einsparen.

Elf derartige Märkte gibt es bereits, vor allem in Oberösterreich und Kärnten. Die angebotenen Waren haben entweder ein knappes Ablaufdatum oder sind im normalen Handel unverkäuflich, etwa wegen eines falschen Etiketts oder einer beschädigten Verpackung. Die Produkte sollen jedenfalls einwandfrei sein. Fünf Langzeitarbeitslose sollen Beschäftigung finden. (hs, DER STANDARD - Printausgabe, 14./15./16. Mai 2005)

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