Zahl der Hautkrebs-Erkrankungen "explodiert"

21. Mai 2005, 19:09
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Früherkennung und Verhütung hoher UV-Belastungen sind wichtigste Gegenmaßnahmen

Wien (APA) - Die Dermatologen warnen: Die Zahl der Hautkrebserkrankungen explodiert unter den weißhäutigen Menschen. Das gilt für das Melanom ("Schwarzer Hautkrebs") genau so wie für den "Weißen Hautkrebs" (Basaliome und Plattenepithelkarzinome). Doch gleichzeitig - auch durch neue Therapien - ist Hautkrebs die bösartige Erkrankung des Menschen mit der besten Überlebenschance.

Verhütung hoher UV-Belastungen

Die Verhütung hoher UV-Belastungen und die Früherkennung von Tumoren sind die wichtigsten Gegenmaßnahmen. Dies erklärten am Freitag Wiener Spezialisten bei einer Pressekonferenz aus Anlass des 10. Welt-Hautkrebs-Kongresses, der in den kommenden Tagen am Wiener AKH (13. bis 16. Mai) stattfindet.

"Die schlechte Nachricht ist, dass wir heute von einer Hautkrebs-Epidemie sprechen müssen. Derzeit wird für die weiße Bevölkerung angenommen, dass einer von sieben Menschen im Laufe seines Lebens ein Melanom bekommt. Es wird prognostiziert, dass es im Jahr 2010 einer von fünf Menschen sein wird. Bei den Nicht-Melanomen (Basaliom, Plattenepithelkrarzinom, Anm.) ist es ähnlich.

Hautkrebs in frühem Stadium erkennbar

Die gute Nachricht ist, dass alle Hautkrebsformen vom Fachmann in einem sehr frühen Stadium erkannt werden können. Theoretisch dürfte heute kein Mensch mehr an Hautkrebs sterben. Umgekehrt aber sterben heute trotzdem mehr Menschen an einem Melanom als je zuvor", sagte der vergangenes Jahr emeritierte Vorstand der Wiener Universitäts-Hautklinik am AKH, Univ.-Prof. Dr. Klaus Wolff. Das Melanom sei ein absoluter Killer. Insgesamt ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung des Menschen. (APA)

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