Unaxis: Übernahmekommission gibt erste Empfehlung ab

23. Mai 2005, 11:44
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Laut Bescheid sind nur Unaxis und die Victory Parteien im Übernahmekampf - Ihag kann als "Intervenientin" in Akten einsehen

Zürich - Die Übernahmekommission hat im Zusammenhang mit dem Machtkampf um den Schweizer Technologiekonzern Unaxis eine erste Empfehlung veröffentlicht. Die Holding der Familie Anda-Bühle (Ihag) kann als Großaktionärin die Akten einsehen, ist aber nicht Partei. Die Ihag hatte am 2. Mai der UEK beantragt, sie als Partei oder eventuell als "Intervenientin" mit vollem Akteneinsichtsrecht zuzulassen.

In der am Freitag auf der Homepage der Übernahmekommission publizierten Empfehlung wird dargelegt, dass nur die Unaxis und die Victory (um den österreichischen Industriellen Mirko Kovats) Parteien im Übernahmekampf sind. Die Ihag sei weder potenzielle Anbieterin, noch handle sie mit Victory in gemeinsamer Sache oder sei potenzielle Zielgesellschaft.

Dagegen kann sie als so genannte "Intervenientin", welche ein direktes, berechtigtes Interesse am Verfahren hat, daran teilnehmen und auch Einwände vorbringen. Um ihre Interessen wahrnehmen zu können, erhält sie das volle Akteneinsichtsrecht.

Victory gegen Einsichtnahme von Ihag

In Stellungnahmen vom 4. Mai hatten Victory und auch Unaxis nichts gegen eine Intervention der Ihag einzuwenden gehabt. Während Unaxis diese mit der Akteneinsicht verband, sprach sich Victory gegen eine Einsichtnahme aus.

Zu der wichtigeren Frage, wie groß die Beteiligung der Victory an Unaxis zum Zeitpunkt der Hauptversammlung (HV) vom 26. April war, hat die UEK noch keinen Entscheid getroffen. Nach früheren Angaben will sie diesen bis spätestens zur außerordentlichen HV publizieren. Diese findet Ende Juni statt.

In dem am 28. April eröffneten Verfahren konzentriert sich die UEK einerseits auf diese Beteiligungsverhältnisse und somit auf die Prüfung einer Angebotspflicht.

Andererseits prüft die UEK eine Angebotspflicht der Victory an die Aktionäre der Unaxis, falls Victory ihre Beteiligung auf über 50 Prozent ausbauen würde. (APA/sda)

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