Vom Dummy-Paket zum fertigen Web-Auftritt mit Typo3

23. Mai 2005, 10:14
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Das Open-Source-Projekt Typo3 gehört zu den beliebtesten Content-Management-Systemen (CMS) für die Pflege einer umfangreichen Web-Site

Das Open-Source-Projekt Typo3 gehört zu den beliebtesten Content-Management-Systemen (CMS) für die Pflege einer umfangreichen Web-Site. Allerdings ist das frei verfügbare Paket so komplex, dass Installation und Umsetzung eine sorgfältige Vorbereitung erfordern. Dabei hilft ein jetzt erschienenes Buch aus der «basics»-Reihe des O'Reilly-Verlags.

Höhere Anforderungen

Im Unterschied zu kleineren CMS-Lösungen wie dem praktischen Mambo stellt Typo3 höhere Anforderungen an den Web-Server als nur die Unterstützung von PHP und MySQL. Der Autor Robert Meyer, der selbst einen auf Typo3 spezialisierten Web-Hoster leitet, weist auf den erhöhten Bedarf an Arbeitsspeicher und Prozessorleistung hin. Außerdem werden für die vollständige Umsetzung einige besondere PHP-und Apache-Funktionen benötigt, die von einfachen Web-Hosting-Paketen meist nicht unterstützt werden.

«Dummy-Paket»

Die Installationspakete für Typo3 sind auf der dem Buch beiliegenden CD enthalten. Meyer beschreibt die Installation mit dem «Dummy-Paket», mit dem im Unterschied zum «Quickstart-Paket» noch keine fertige Beispiel-Site angelegt wird. Dies geschieht erst im «Backend»: In diesem für die Besucher der Web-Site verborgenen Bereich werden die einzelnen Bausteine des Internet-Auftritts angelegt: Web-Seiten, Design-Vorlagen, Suchformulare, Nachrichtenbereiche, Forum und Gästebuch, eine Site-Map oder die Unterstützung für mehrsprachige Web-Auftritte.

Etwas komplizierter als andere CMS-Lösungen ist Typo3 nicht zuletzt deswegen, weil die «Templates» für das Design der Web-Sites in einer eigenen Skriptsprache formuliert werden. Der Autor erklärt, wie man mit diesem TypoScript-Code umgeht und ihn gezielt für die individuelle Anpassung von Typo3-Modulen einsetzt. So wird etwa beschrieben, wie ein zeitabhängiger Begrüßungstext auf der Homepage gestaltet wird, oder wie man einen passwortgeschützten Bereich für registrierte Benutzer einrichtet.

Eigene Erweiterungen

Abschließend gibt der Autor Anstöße, wie man Typo3 mit eigenen Erweiterungen ergänzen und so das Open-Source-Konzept aktiv nutzen kann. Der Anhang enthält eine Kurzreferenz von TypoScript mit Beispielen. (APA/AP)

Robert Meyer: Praxiswissen Typo3. Köln: O'Reilly Verlag, 2005. 419 Seiten, 28 Euro

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