Innsbruck erhält Sozialmarkt

16. Mai 2005, 19:20
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Nach Linz, Graz und St. Pölten ein weiterer "Outlet für Lebensmittel"

Innsbruck - Nach Linz, Graz und St. Pölten wird nun auch Innsbruck einen Sozialmarkt erhalten. Das Konzept soll dann auf ganz Tirol ausgeweitet werden, kündigte AK-Präsident Fritz Dinkhauser (V) an.

Sozialmärkte haben sich sowohl im Inland als auch im Ausland bereits bewährt, sagte Dinkhauser. Es handle sich dabei um eine Art "Outlet für Lebensmittel". Qualitativ hochwertige Ware wird verkauft. Durch Schäden an der Verpackung oder Fehler bei der Etikettierung könnten die Produkte in "normalen Geschäften" jedoch nicht mehr abgesetzt werden.

75 Prozent günstiger

Diese Produkte soll man rund 75 Prozent günstiger erstehen können. Mit dem Sozialmarkt könne man Not lindern und gleichzeitig intakte Ware verwerten, die sonst vernichtet werden müsste. Als ein Stück Versöhnung zwischen Wohlstand und Armut bezeichnete Caritas-Direktor Georg Schärmer das Konzept.

In spätestens zwei Monaten soll das Geschäft in der Innsbrucker Adamgasse aufsperren, hieß es. Auf rund 130 Quadratmeter soll es ein Warensortiment von etwa elf bis 17 Produkten geben, darunter Frischmilch, Brot, Obst und Gemüse. Die Palette könnte später auch auf andere Produkte, wie etwa Babyutensilien und Hygieneartikel, ausgeweitet werden.

Für Menschen mit geringem Einkommen

Menschen mit einem geringen Einkommen erhalten in dem Markt eine Einkaufskarte. Um etwa 20 bis 25 Euro pro Woche können sie in dem Geschäft einkaufen. Zu Beginn rechne man mit einer Klientel von 50 bis 70 Menschen.

Als Partner habe man bereits die Supermarktkette M-Preis, sowie Metro, C+C Wedl, Darbo und Tirol Milch gewinnen können. Weitere Kontakte sollen geknüpft werden. An der Tiroler Sozialmärkte GesmbH sind zu je einem Drittel die Stadt Innsbruck, die AK sowie die Caritas mit je 12.000 Euro beteiligt. Das Land Tirol habe eine einmaligen Zuschuss zugesagt.(APA)

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