Studie bestätigt: Maden bei Wundreinigung überaus nützlich

16. Mai 2005, 11:00
9 Postings

Wegfressen totes Gewebe kann Wundbrand aufhalten - Forscher: Patienten blieben cool, nur das Pfelgepersonal ekelte sich

Sydney - Maden können bei der Reinigung schwer heilender Wunden helfen, indem sie totes Gewebe wegfressen. Das hat eine australische Studie bestätigt, die am Freitag vom Königlichen Chirurgie-College in Sydney veröffentlicht wurde.

Danach können extra gezüchtete, sterile Maden als "Mikro-Chirurgen" eingesetzt werden. Das könne vor allem für Patienten mit Diabetes, Gefäßleiden oder Herz- und Lungenkrankheiten von Bedeutung sein, für die häufige Operationen eine zusätzliche Gefahr darstellten, schreibt der Verfasser der Studie, Alvin Cham.

Die Patienten nahmen's gelassen

"Maden können bessere Leistungen erbringen, weil Chirurgen nur auf ihre Augen vertrauen können, wenn es darum geht, abgestorbenes Gewebe wegzuschneiden", schreibt Cham. Die Larven dagegen fräßen ohnehin nur das tote Gewebe und könnten dadurch sogar Wundbrand aufhalten. Die Wirksamkeit der so genannten Larven-Therapie sei bei neun Patienten nachgewiesen worden.

Die Patienten waren den Angaben zufolge von der neuen Therapie weniger geschockt und angeekelt als das Pflegepersonal, dass sie anwenden musste. "Sie sehen nichts und fühlen nur manchmal ein leises Kitzeln", schreibt Cham über die Reaktionen der Patienten.(APA)

Share if you care.