Finz: "Signal an die Jugend"

13. Mai 2005, 12:48
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Scheidender VP-Parteichef: Doppelfunktion Staatssekretär und Wien-Parteichef unvereinbar mit EU-Präsidentschaft

Wien - Der scheidende Wiener ÖVP-Parteichef und Finanz-Staatssekretär Alfred Finz will mit seinem Nicht-Antreten beim Parteitag am 24. Juni "ein Signal in Richtung Jugend" setzen. Der vor einem Jahr zum geschäftsführenden Parteichef ernannte Johannes Hahn sei "schon immer als möglicher Nachfolger" festgestanden, sagte Finz am Freitag am Rande einer Pressekonferenz in Wien zur APA. Seit Hahns Ernennung zum geschäftsführenden Parteichef gab es eine Doppelspitze in der Wiener Volkspartei.

Finz wies auch darauf hin, dass für die bevorstehende EU-Präsidentschaft Österreichs im ersten Halbjahr 2006 vom Finanzministerium umfangreiche Vorbereitungen erforderlich seien: "In dieser Zeit werden sich die Kontakte zu Europa wesentlich intensivieren". Es habe sich gezeigt, "dass es schwierig ist, parallel dazu auch auf Lokalebene immer präsent zu sein" - und praktisch unmöglich, gleichzeitig einen Wahlkampf zu führen, sagte Finz.

Finz, der am 15. Juni 2002 als Nachfolger von Bernhard Görg zum Wiener ÖVP-Obmann gewählt wurde, sieht seinen Nachfolger Hahn "gut auf dem Weg" und bescheinigt ihm "absolute Wahlchancen". Insbesondere "die Allianz mit den vernünftigen Grünen" sei vielversprechend. Auf ein konkretes Wahlziel will sich Finz nicht festlegen lassen. Er erinnert aber daran, dass die ÖVP bei den letzten Nationalratswahlen in Wien mehr als 30 Prozent der Stimmen erhalten haben. Aber: "Nationalratswahlen sind keine Kommunalwahlen", ist sich Finz bewusst. (APA)

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