Rotes Kreuz: Ausländische Zivildiener "nicht uninteressant"

13. Mai 2005, 13:40
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Generalsekretär Kopetzky: Wegen Mangel an Pflegepersonal - Caritas dagegen

Wien - Grundsätzlich "nicht uninteressant" ist für den Generalsekretär des Roten Kreuzes, Wolfgang Kopetzky, die im Begutachtungsentwurf des neuen Zivildienstgesetzes vorgesehene Möglichkeit, dass auch Bürger des Europäischen Wirtschaftsraumes in Österreich Zivildienst leisten können. Im Ö1-"Morgenjournal" begründete er dies mit dem Mangel an Pflegepersonal. Kopetzky könnte sich "ohne weiteres vorstellen", dass das Rote Kreuz auch freiwillige Zivildiener aus Tschechien oder der Slowakei beschäftigt.

Caritas-Präsident Franz Küberl lehnt das hingegen kategorisch ab. Für ihn kann es sich bei diesem Vorschlag nur um ein "rechtliches Missverständnis" handeln. Die Arbeiterkammer hatte am Donnerstag kritisiert, dass dadurch Billig-Arbeitskräfte nach Österreich kommen könnten. Vertreter aller Parteien hatten sich gegen einen möglichen Missbrauch gewandt und Innenministerin Liese Prokop (V) hatte angekündigt, diese Bestimmung noch einmal zu überprüfen. (APA)

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