Viel Fernost beim Filmfest von Venedig

13. Mai 2005, 11:31
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Direktor Marco Müller eröffnet mit Tsui Harks "Seven Swords", hofft auf Ang Lee, Takeshi Kitano und Park Chan Wook

Rom - "Seven Swords" des chinesischen Regisseurs Tsui Hark wird das Filmfestival von Venedig vom 31. August bis zum 10. September eröffnen. Dies verlautete aus Kreisen um Festival-Direktor Marco Müller, der zu den international bekanntesten Experten asiatischer Filme zählt. Der 54-jährige Tsui Hark, der auch als "chinesischer Spielberg" bezeichnet wird, hatte bereits im Jahr 2000 in Venedig seinen Film "Time and Tide" vorgestellt.

Die 62. Ausgabe des Filmfestivals Venedig soll ganz im Zeichen des Orients stehen. Unter anderem will Müller den homoerotischen Western "Brokeback Mountain" von Ang Lee vorstellen, berichteten italienische Medien. Müller rechnet auch mit Filmen des japanischen Regisseurs Takeshi Kitano und des Koreaners Park Chan Wook, der zuletzt mit "Old Boy" erfolgreich war. In Venedig will Chan Wook seinen Film "Sympathy for Lady Vengeance" vorstellen. Müller wird außerdem dem japanischen Regisseur Hayao Miyazaki den Preis für die Karriere verleihen.

"Neuen Trends die Tore öffnen"

Zu den internationalen Attraktionen des Venediger Filmfestivals zählt heuer John Turturros Musical "Romance and Cigarettes", das mit den Brüder Coen produziert wurde. Stars sind Kate Winslet und Susan Sarandon. Erfolg erwartet sich Müller auch von "Gabrielle" des französischen Regisseurs Patrice Chereau mit Isabelle Huppert und Pascal Greggory in der Rolle eines Paars, das nach zehnjähriger Ehe einsieht, sich nie wirklich geliebt zu haben.

"Klangvolle Namen haben an der Ausgabe 2004 des Filmfestivals teilgenommen. Dieses Jahr wollen wir neuen Trends die Tore öffnen. Der Eröffnungsfilm wird mit Feuerwerkspielen und fliegenden Drachen verblüffen. Nach der Erfahrung des letzten Jahres wollen wir eine Mischung aus Filmen anbieten, die auf dem Markt sicheren Erfolg haben werden, und neuen Künstlern. Wir hoffen somit, den lebhaftesten Teil des internationalen Films zusammen zu bringen", betonte Müller, der dieser Tage beim Filmfestival in Cannes ist.

Hoffen auf Benigni

Die große Hoffnung Müllers ist noch, Starregisseur Roberto Benigni mit seinem neuen Film "Der Tiger und der Schnee" nach Venedig zu bringen. Benigni spielt darin den italienischen Dichter Attilio De Giovanni, der durch verschiedene Zufälle am Anfang des Krieges in den Irak gelangt. In weiteren Rollen sind Benignis Frau Nicoletta Braschi und der französische Schauspieler Jean Reno zu sehen. Teile des Films wurden in Tunesien gedreht. An der Filmmusik arbeitet Nicola Piovani. (APA)

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    Alte Vorlieben: Marco Müller, hier 2000 noch als Direktor von Locarno, mit dem chinesischen Regisseur Shuo Wang

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