Mück: Vorwürfe "an Grenze zum Rufmord"

13. Mai 2005, 18:49
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"Professor Van der Bellen ist offenkundig falsch informiert" - Vorwürfe "reine Polemik"

ORF-TV-Chefredakteur Werner Mück hat die Kritik des Grünen Bundessprechers Alexander Van der Bellen an seiner Person mit Nachdruck zurückgewiesen. "Ich empfinde das persönlich als üble Nachrede an der Grenze zum Rufmord", hielt er in einer Stellungnahme auf APA-Anfrage fest.

Van der Bellen hatte anlässlich der für Samstag angesetzten TV-Ansprache von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) einen "Bruch des Objektivitätsgebots" durch Mück und ORF-Generaldirektorin Monika Lindner geortet, die Grünen erwägen eine Klage beim Bundeskommunikationssenat, sollte die Rede ausgestrahlt werden. "Professor Van der Bellen ist offenkundig falsch informiert", sagte Mück. "Alle gegen mich gerichteten Vorwürfe sind reine Polemik und halten einer sachlichen Prüfung nicht Stand."

Offen ist, ob auf Grund der Kanzler-Ansprache eine Sondersitzung des ORF-Stiftungsrats einberufen wird. Der Grüne Stiftungsrat Pius Strobl strebt eine solche an; SPÖ und BZÖ äußerten sich vorerst abwartend. Der von der SPÖ entsandte Stiftungsrat Karl Krammer hat sich indes - wie schon zuvor Strobl - Medienberichten zufolge in einem Schreiben an ORF-Chefin Lindner gewandt. (APA)

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