30 Jahre Haft für Versendung von weißem Pulver

16. Mai 2005, 19:17
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34-Jähriger wollte Strafverfolger mit der Vortäuschung eines bioterroristischen Anschlags erschrecken

New York - Ein Mann ist in den USA zu 30 Jahren Haft verurteilt worden, weil er einem Staatsanwalt einen Brief mit einem harmlosen weißen Pulver zugeschickt hatte. Eine Bundesrichterin im Neuenglandstaat Connecticut verhängte die Strafe, weil der 34-Jährige den Strafverfolger mit der Vortäuschung eines bioterroristischen Anschlags erschrecken wollte. Das weiße Pulver sollte wie Milzbrandsporen aussehen.

Laut Anklageschrift enthielt der Brief vom August 2002 neben dem Pulver ein in mehreren Sprachen verfasstes Drohschreiben, in dem Bezug auf den Terroristenchef Osama bin Laden genommen wurde. Wegen des Briefes hatte eine Jury den Mann bereits vor knapp einem Jahr der Drohung mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen für schuldig befunden. Die Richterin verhängte nun das Strafmaß.

Der 34-Jährige büßt derzeit bereits eine Haftstrafe wegen anderer Vergehen wie mehrfacher sexueller Übergriffe ab. Sein Drohbrief richtete sich gegen einen Staatsanwalt, der in dem früheren Fall seine Verurteilung erreicht hatte. Die neue Strafe wird mit seiner früheren verrechnet, so dass eine Freilassung des Mannes nicht vor dem Jahr 2039 zu erwarten ist. (APA)

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