"Unzählige" Prozesse gegen AWD

20. Mai 2005, 16:44
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Mehrere österreichische Aktionäre fordern eine Sonderprüfung der deutschen Muttergesellschaft AWD Holding AG

Dornbirn/Wien - Gegen den Finanzdienstleister AWD Österreich sind laut einer Dornbirner Rechtsanwaltskanzlei "unzählige" gerichtliche Verfahren anhängig. Allein in der eigenen Kanzlei belaufe sich die Anzahl der Prozesse auf mehr als 75 - mit stark steigender Tendenz, so die Rechtsanwaltskanzlei Plankel, Mayrhofer & Partner. Mehrere österreichische Aktionäre fordern deshalb eine Sonderprüfung der deutschen Muttergesellschaft, der börsennotierten AWD Holding AG. In Deutschland beschäftigt sich indessen die Finanzdienstleistungsaufsicht mit den Vorwürfen einer Hamburger Wirtschaftskanzlei. Bei den genannten Verfahren handle es sich ausschließlich um Prozesse ehemaliger Agenten.

"Die Holding sieht keinen inhaltlichen Ansatzpunkt, der eine Sonderprüfung rechtfertigen würde", so der Sprecher von AWD Österreich, Hansjörg Nagelschmidt, am Donnerstag. Er bestätigte, dass es gerichtlich anhängige Verfahren gibt. "Alle befinden sich noch in Schwebe und werden von uns deshalb nicht kommentiert." (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.5.2005)

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