Kunstintervention im Brunnenmarktviertel

12. Mai 2005, 18:38
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"Allianzenbildung zwischen Kunst und Antirassismus" - "Soho in Ottakring" belebt vom 21.5. bis 4.6. das Grätzel

Wien – Leerstehende und heruntergekommene Geschäftslokale, ganze Straßenzüge, in denen sich trübe Schaufenster aneinander reihen – das gehört gerade außerhalb des Gürtels zu Wiens Stadtbild.

Das Projekt "Soho in Ottakring" hat dies als Chance gesehen und veranstaltet seit 1999 ein Kunstfestival im Brunnenmarktviertel, dessen ursprüngliches Anliegen die temporäre Belebung von ungenutzten Räumen war. Die Strategie ist aufgegangen: Das Festival ist durch die Vernetzung mit Geschäftsleuten, Schulen und Vereinen "zur treibenden Kraft der Stadterneuerung in Ottakring" geworden, so Bezirksvorsteher Franz Prokop (SP). Vom 21. Mai bis 4. Juni wird das Grätzel auch heuer unter dem Motto "Allianzenbildung zwischen Kunst und Antirassismus" zum Public-Art-Project.

Mit Interventionen im öffentlichen Raum, antirassistischen Mode- und Zeitungsprojekten, Theaterproduktionen von Asylwerbern, Konzerten und Ausstellungen sollen Strategien der Mitbestimmung in einer multiethnischen Kultur entwickelt werden. Ula Schneider, Initiatorin von "Soho in Ottakring", hofft, dass "die Veranstaltungen sowohl als Stadtteilprojekt als auch als differenziertes Kunstprojekt klare politische Zeichen setzen." (kri, DER STANDARD – Printausgabe, 13. Mai 2005)

  • Die Künstlerinnen Julia Tschaikner (Berlin) und Eva Grün (Wien) veranstalten bei "Soho in Ottarking" eine "Schnitzeljagd" der besonderen Art.
    foto: grütsch

    Die Künstlerinnen Julia Tschaikner (Berlin) und Eva Grün (Wien) veranstalten bei "Soho in Ottarking" eine "Schnitzeljagd" der besonderen Art.

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