Paris kritisiert USA im Affäre um irakisches UNO-Programm

15. Mai 2005, 09:39
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Beschuldigten hätten keine Möglichkeit, sich zu rechtfertigen

Paris - Frankreich hat am Donnerstag das Vorgehen der USA in der Affäre um Korruption beim UNO-Programm "Öl gegen Nahrungsmittel" für den Irak der 90er Jahre kritisiert. Die Beschuldigten hätten keine Möglichkeit, sich zu rechtfertigen, erklärte das Außenministerium in Paris. Zuvor hatte eine Kommission des US-Senates einen Bericht veröffentlicht, in dem der frühere französische Innenminister Charles Pasqua verdächtigt wird, irakische Schmiergelder angenommen zu haben. Pasqua bestritt die Vorwürfe.

Frankreich sei zur Zusammenarbeit bereit, um alle Unregelmäßigkeiten bei dem UN-Programm ans Licht zu bringen, erklärte das Außenministerium. Paris missbillige aber das Vorgehen in den USA, bei dem französische Persönlichkeiten beschuldigt würden, ohne dass die französischen Behörden informiert würden. Paris sei bereit, alle Akten, die vorgelegt würden, "aufmerksam zu prüfen". (APA/dpa)

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