Ältester Mensch mit 120 Jahren gestorben

19. Mai 2005, 15:57
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Chinesin Li Cairong unternahm noch im Mai Ausflug mit Familie - "Glückliche" Trauerfeier

Peking - Die Chinesin Li Cairong, die als weltweit ältester, noch lebender Mensch galt, ist im Alter von 120 Jahren gestorben. Sie starb am Montag im Dorf Yinkeng nahe der Stadt Nanhai in der südchinesischen Provinz Guangdong, wie zwei lokale Zeitungen am Donnerstag berichteten.

Lebenslange körperliche Betätigung

Ihr hohes Alter hatte die Frau auf ihre ruhige Natur, auf die guten Lebensumstände und lebenslange körperliche Betätigung zurückgeführt. Der Altersrekord soll erst im Februar vom Guinness Buch anerkannt worden sein.

Organversagen nach Lungenentzündung

Nach Angaben der Ärzte starb die Frau nach einer Lungenentzündung an Organversagen. Ihr Enkel berichtete, die Familie habe Li Cairong noch am Maifeiertag in einen Park begleitet. Seine Großmutter sei von dem Ausflug begeistert gewesen. Doch am nächsten Tag habe sie Fieber und Durchfall bekommen. Ende vergangener Woche sei die Familie von den Ärzten informiert worden, dass nichts mehr zu machen sei, berichteten die Zeitungen.

Nur zweimals im Leben im Krankenhaus

Li Cairong, die in ihrem langen Leben nur zwei Mal im Krankenhaus lag, wurde daraufhin in ihr Dorf zurückgebracht, um dort die letzten Tage zu verbringen. Am Montag habe sie noch etwas Reissuppe gegessen, dann einen tiefen Atemzug getan und sei gestorben, hieß es. Wegen ihres hohen Alters wurde im Dorf von einer "glücklichen" Trauerfeier gesprochen. Niemand habe geweint. Die Familie habe still gebetet. Am Mittwoch sei Li Cairong eingeäschert worden. (APA,dpa)

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    120 Jahre ist die Chinesin Li Cairong alt geworden.

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