Athen verhängt hohe Strafe nach Embargobruch gegen Nordzypern

15. Mai 2005, 12:23
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Reederei und Kapitän müssen mit Konsequenzen rechnen - Frachter mit Gebrauchtwagen lief Famagusta an

Athen - Das griechische Ministerium für Handelsschifffahrt hat am Donnerstag eine Strafe von 5,2 Millionen Euro gegen die Reederei "Aegean Cargo Company" (Piräus) verhängt. Ein Kapitän eines Frachters dieser Reederei hatte vor rund einer Woche das Handelsembargo von 1974 gegen den türkischen Norden Zyperns gebrochen und war im Hafen von Famagusta mit dem Frachter "Aegean Sun" eingelaufen. Wie das griechische Ministerium für Handelsschifffahrt in Athen weiter mitteilte, muss sich darüber hinaus der Kapitän des Frachters vor der griechischen Handelsmarinejustiz verantworten. Dem Kapitän war bereits vergangene Woche die Lizenz entzogen worden.

Nach der türkischen Militärintervention von 1974 hatte die Republik Zypern alle Häfen und Flughäfen im Norden, die unter türkischer Kontrolle stehen, für geschlossen erklärt. Der griechische Frachter hatte am 6. Mai 216 Gebrauchtwagen aus Großbritannien nach Zypern gebracht. (APA/dpa)

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    Die griechische Autofähre 'Aegean Sun' hatte 216 Gebrauchtwägen aus Großbritannien geladen.

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