Unfalltests mit Toten: Ergebnis steht noch aus

13. Mai 2005, 08:37
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Staatsanwaltschaft Graz hat die Erhebungen am Institut für Fahrzeugtechnik abgeschlossen

Graz - Die Staatsanwaltschaft Graz hat die Erhebungen im Fall der Unfalltests mit Toten, die am Institut für Fahrzeugtechnik der TU Graz durchgeführt worden waren, abgeschlossen. Ein Ergebnis steht allerdings noch aus: "Die strafrechtliche Beurteilung ist noch nicht abgeschlossen", erklärte der Leitende Staatsanwalt Horst Sigl am Donnerstag auf APA-Anfrage.

Im März wurde durch eine Anfrage des TU-Instituts bei der Ethikkommission der Medizinischen Universität bekannt, dass seit Mitte der neunziger Jahre bis 2003 im Rahmen des EU-Projekts "Whiplash" (engl. für Schleudertrauma) rund 20 Leichen für Versuchszwecke herangezogen worden waren. Die Toten wurden zur Forschung über die Weiterentwicklung von Crash-Test-Dummies, also Simulationspuppen mit High-Tech-Innenleben, herangezogen.

Nun soll geklärt werden, ob möglicherweise der Tatbestand der Störung der Totenruhe vorliegt. Die Staatsanwaltschaft Graz könnte nun entscheiden oder auch den Fall an die Oberstaatsanwaltschaft weiterleiten. Ein Ergebnis, ob es zu einer Anklage der Verantwortlichen der Testreihe kommt oder ob die Sache erledigt ist, dürfte in den nächsten Wochen vorliegen. (APA)

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