ÖBB verrechnen Streik-Aufschlag

25. Mai 2005, 08:36
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Elf Euro für Schienenersatzdienst wegen Arbeitsniederlegung der italienischen Bahnangestellten

Bei Zugverspätungen haben Bahnkunden Anspruch auf Entschädigung - nicht so bei Streiks. Wie die derStandard.at-Redaktion bei den ÖBB erfuhr, werden zum Spartarif von 29 Euro gebuchte Tickets von Wien nach Venedig auch dann nicht rückerstattet, wenn der Zug aus Streikgründen nur bis Villach fährt.

"Nur elf Euro"

Die Begründung: Es werde ein Schienenersatzverkehr von Villach nach Venedig angeboten, die Strecke werde somit planmäßig bedient. Allerdings verrechnen die ÖBB ihren Kunden für den Busdienst einen Aufschlag von "nur elf Euro", so die telefonische ÖBB-Auskunft.

Die Geschäftsbedingungen der ÖBB halten für die vergünstigten 29-Euro-Tickets von Wien nach Venedig und Rom nur fest, dass kein Recht auf "Umtausch und Erstattung" bestehe. Wie es sich damit verhält, wenn der Reiserücktritt unfreiwillig erfolgt, erfährt man nicht.

Die italienischen Bahnen werden ab Donnerstag 21 Uhr für 24 Stunden bestreikt. Grund ist der für die Eisenbahnergewerkschaften wenig zufrieden stellende Verlauf der neuen Arbeitsverträge. (mas)

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    foto: öbb
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