Deutsche Wirtschaft im ersten Quartal überraschend stark gewachsen

12. Mai 2005, 19:33
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Export treibende Kraft - Binnenkonjunktur weiter schwach

Wiesbaden - Mit kräftigem Rückenwind durch die Exportwirtschaft ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal überraschend stark gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr kalender-, saison- und inflationsbereinigt um ein Prozent. Dies ist nach Angaben der Statistiker das höchste Quartalswachstum seit Anfang 2001.

Die wirtschaftliche Belebung im Vergleich zum Jahresende 2004 sei "ausschließlich" von der Außenwirtschaft und einem kräftigen Exportüberschuss getragen worden, betonten die Wiesbadener Experten.

Binnenaufschwung lässt noch auf sich warten

Dagegen ging die Wirtschaftsdynamik im Inland weiter zurück. Lediglich die Ausrüstungsinvestitionen und die Investitionen in sonstige Anlagen hätten zugenommen.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal blieb die Wirtschaftsleistung unverändert. Grund war, dass es in diesem Jahr zwei Arbeitstage weniger gab. Sonst wäre die Wirtschaft bei dieser Betrachtung um gut ein Prozent gewachsen.

Die Wirtschaftsleistung wurde im ersten Quartal von 38,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 203.000 oder 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. (APA)

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