Virtuelle Netzwerkbetreiber balgen um Milliardenmarkt

19. Mai 2005, 10:43
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Löwenanteil für einige große Anbieter - Wenig Platz für Neueinsteiger

Das Geschäft mit virtuellen Netzwerkdiensten entwickelt sich für die Betreiber (MVNO - Mobile Virtual Network Operator) zum Milliardenmarkt. Im Jahr 2010 sollen sich die Service-Umsätze in diesem Mobilfunksegment in den USA nach Berechnungen der Marktforschungsgruppe Yankee Group auf 10,7 Mrd. Dollar belaufen. Den Löwenanteil des Umsatzkuchens werden allerdings einige große Provider unter sich aufteilen. Der Neueinstieg in das Geschäftsfeld gestalte sich dagegen eher schwierig, urteilten die Marktforscher.

Netzkapazitäten

Im Jahr 2010 soll sich der MVNO-Markt aus drei Betreibergruppen zusammensetzen, die insgesamt auf rund 29 Mio. Kunden kommen. Dabei teilen sich 24 Mio. Kunden allein die großen Provider auf, die in der ersten Gruppe zusammengefasst. Die beiden anderen Gruppen, bestehend aus mittleren und kleineren Providern, kommen auf jeweils 2,5 Mio. User. Ein virtueller Mobilfunkbetreiber besitzt keine eigene Infrastruktur. Er kauft Netzkapazitäten vom Mitbewerb und bietet seine Mobilfunkdienste unter einer eigenen Marke an.

"Großes Potential"

"Das Wachstum des MVNO-Marktes hat großes Potenzial, die langfristige Entwicklungsfähigkeit der Mobilfunkindustrie zu beeinflussen", sagte Yankee-Group-Analystin Marina Amoroso. Trotz des derzeitigen Booms sei allerdings die Zukunftsfähigkeit für kleinere und mittlere Anbieter unsicher. Die erfolgreichen großen virtuellen Netzbetreiber, die derzeit den Markt dominieren, werden laut den Marktforschern auch weiterhin wachsen. Kleinere Anbieter könnten vor allem von ihrer symbiotischen Verbindung zu den so genannten MVNEs (Mobile Virtual Network Enabler) profitieren, die ihnen die nötige Infrastruktur und Services liefern.(pte)

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