Rüge und Geldstrafe wegen Abu Ghraib

15. Mai 2005, 09:39
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Vorwurf der Pflichtversäumnis an ranghohen US-Militärangehörigen

Washington - Im Zusammenhang mit dem Folter-Skandal im Bagdader Abu-Ghraib-Gefängnis ist am Mittwoch erneut ein ranghoher US-Militärangehöriger gerügt und mit einer Geldstrafe belegt worden. Dem Geheimdienst-Offizier Thomas Pappas, einer der früheren Kommandierenden von Abu Ghraib, wird Pflichtversäumnis während seines Dienstes in dem Gefängnis von Ende 2003 bis Anfang 2004 zur Last gelegt. US-Soldaten hatten dort irakische Gefangene misshandelt und sexuell erniedrigt.

Pappas sei darin gescheitert, seine Untergebenen angemessen zu Befragungstechniken von Inhaftieren zu schulen, teilte das US-Militär mit. Außerdem habe er es gestattet, dass bei den Verhören Hunde anwesend gewesen seien. Pappas muss eine Geldstrafe von 8.000 Dollar leisten, ein strafrechtliches Verfahren wird jedoch nicht eingeleitet.

Pappas ist bereits der zweite ranghohe Militär der wegen des Folter-Skandals mit Disziplinarmaßnahmen bestraft wird. In der vergangenen Woche war die zweite frühere Kommandierende des Abu-Ghraib-Gefängnisses, Janis Karpinski, degradiert worden. (APA/Reuters)

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