Mehrheit will Neuwahlen

12. Mai 2005, 17:31
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51 Prozent für einen vorgezogenen Wahltermin - BZÖ könnte Einzug ins Parlament schaffen, FPÖ bei zwei Prozent

Wien - Eine absolute Mehrheit der Österreicher spricht sich für Neuwahlen aus, berichtet das "profil". Nach einer OGM-Umfrage sind 51 Prozent der Befragten für einen vorgezogenen Urnengang, 36 Prozent wollen dagegen eine Fortsetzung der schwarz-blau-orangen Koalition. Die sogenannte "Sonntagsfrage" weist derzeit die SPÖ bei 43 Prozent der Stimmen aus, die ÖVP könnte bei Nationalratswahlen am kommenden Sonntag mit 38 Prozent rechnen. Die Grünen lägen laut OGM demnach bei zwölf Prozent, die BZÖ bei vier und die FPÖ bei zwei Prozent.

Die beliebteste Koalitionsform bleibt weiterhin eine Regierung aus SPÖ und ÖVP. 38 Prozent wollen eine solche Große Koalition. 18 Prozent votieren für eine rot-grüne Regierung, zwölf Prozent für eine schwarz-grüne. Die derzeitige Koalition aus ÖVP, BZÖ und FPÖ ist nur für zehn Prozent die attraktivste Regierungskonstellation.

Bei einer Möglichkeit, den Kanzler direkt zu wählen, käme Wolfgang Schüssel (V) unverändert auf 32 Prozent. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer könnte mit 21 Prozent rechnen, Grünen-Bundessprecher Alexander Van der Bellen mit 18 Prozent. BZÖ-Chef Jörg Haider ist nur für vier Prozent kanzlertauglich, FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache nur für ein Prozent.

Obwohl 46 Prozent Schüssel als Regierungschef einer Großen Koalition wünschen und nur 35 Prozent Gusenbauer, halten mehr Österreicher die SPÖ für eine regierungsfähige Partei als die ÖVP. 63 Prozent beurteilen die SPÖ als fähig, Regierungsverantwortung zu übernehmen, 25 Prozent nicht. Die ÖVP halten 60 Prozent für regierungsfähig, 31 Prozent nicht. (APA)

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