Molekularbiologin neues Mitglied der Akademie der Wissenschaften

12. Mai 2005, 09:11
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Marjori Ann Matzke ist neben Renee Schröder die zweite Frau in der naturwissenschaftlichen Klasse - Akademie präsentierte Reformpläne

Wien - Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wartet mit einer geplanten Neuerung auf. Wie ÖAW-Präsident Herbert Mang Mittwoch bei der "Feierlichen Sitzung" bekannt gab, soll künftig ein Senat als Bindeglied zwischen Gesellschaft und ÖAW fungieren. Auch sollen Evaluationen ihrer Einrichtungen verbessert werden

Im Senat, der der ÖAW etwa empfehlen könne, bestimmte Forschungsthemen von nationalem oder internationalem Interesse aufzugreifen, sollen ein Vertreter der Landeshauptleutekonferenz, der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, die Präsidenten der deutschen Max-Planck-Gesellschaft und des Schweizer Wissenschaftsfonds sowie ÖAW-Mäzene unter Leitung des Nationalratspräsidenten sitzen. Der dafür notwendigen Änderung der Satzung, von der ÖAW bereits beschlossen, muss aber noch der Bundespräsident zustimmen.

Marjori Ann Matzke aufgenommen

Bei der Sitzung wurde auch bekannt gegeben, dass mit der 1953 in den USA geborenen Molekularbiologin Marjori Ann Matzke - nach Renee Schroeder - nun die zweite Frau als wirkliches Mitglied in die mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse der seit 158 Jahren bestehenden Akademie aufgenommen wurde. Die Wittgenstein-Preisträgerin Matzke forscht derzeit am Gregor Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie der ÖAW in Wien. Insgesamt wurden 24 neue Mitglieder aufgenommen: sechs wirkliche und je neun korrespondierende Mitglieder. (red, DER STANDARD, Print, 12.5.2005)

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