Nach Aus von Carrera-Optyl schließt Safilo weitere drei Werke

20. Mai 2005, 16:44
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494 italienische Mitarbeiter von Rationalisierungsmaßnahmen betroffen

Rom - Nach dem Beschluss, die Trauner Tochter Carrera-Optyl zu sperren und 473 Beschäftigte zu kündigen, sperrt der italienische Brillenproduzent Safilo weitere drei Produktionswerke. Um der zunehmenden Konkurrenz Stand zu halten, werden in den nächsten Monaten drei Produktionsanlagen in den norditalienischen Provinzen Belluno und Udine geschlossen. Von den Maßnahmen sind insgesamt 494 Stellen betroffen, nur zehn Prozent der Mitarbeiter werden jedoch ihren Job verlieren, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" in ihrer Mittwoch-Ausgabe.

Die Brillenproduktion in den verschiedenen italienischen Anlagen soll umgestaltet werden, um stärkere Synergieeffekte zu erzielen. "Wir müssen die Flexibilität des Konzerns steigern. Wenn wir uns auf einem immer globaleren Markt behaupten wollen, müssen wir so rasch wie möglich auf die Anforderungen des Markts reagieren und die größte Verwaltungseffizienz erzielen", heißt es in den Plänen des Konzerns, der 6.700 Personen beschäftigt und auch Produktionsanlagen in Slowenien hat.

Neue Fabrik geplant

Geplant ist weiters die Gründung einer neuen Fabrik in Martignacco, in der Nähe von Udine. Die Gruppe unter der Kontrolle von Vittorio Tabacchi will die Produktion von prestigereichen Designermarken fördern und dabei vor allem auf Innovationen und Qualität setzen. Das Unternehmen meldete 2004 einen Umsatz von 939,4 Mio. Euro und einen Nettogewinn von 19,8 Mio. Euro.

Die Gewerkschaften kritisierten die Pläne Safilos. "Wir haben keine andere Wahl. Wir haben das Produktionssystem gestrafft und dabei eine Auslagerung der Produktion im Fernen Osten vermieden", erwiderte der Vizepräsident der Gruppe, Giovannino Lorenzon, der mit der Umsetzung des neuen industriellen Plans beauftragt wurde. (APA)

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