Mofas gegen Zerstörung von Siedlungen nach Gaza-Abzug

15. Mai 2005, 12:29
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Israelische Soldaten sollen keinem Risiko ausgesetzt werden

Jerusalem - Der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz hat sich am Mittwoch gegen eine Zerstörung jüdischer Siedlungen im Zuge des geplanten Abzugs aus dem Gazastreifen ausgesprochen. Bei einem Abriss der Gebäude müssten die Soldaten wesentlich länger in dem Gebiet bleiben und wären Angriffen palästinensischer Extremisten ausgesetzt, sagte er im Armeerundfunk. "Als Verteidigungsminister will ich die Soldaten dem Risiko nicht aussetzen", erklärte Mofaz.

Vor allem die Abzugsgegner wollen die Siedlungsgebäude - neben Wohnhäusern sind dies beispielsweise Schulen und Gewächshäuser - zerstören. Sie sehen in dem Abzug auch eine Ermunterung für die radikale palästinensische Gruppen, ihren bewaffneten Kampf gegen Israel fortzusetzen. Mofaz sagte dagegen am Mittwoch, er rechne mit einer allmählichen Verbesserung der Sicherheitslage. "Ich hoffe, die Zahl der Opfer unter den Armeeangehörigen und unter der Zivilbevölkerung wird sich auf ein Minimum verringern." Der Abzug soll Mitte August beginnen und binnen eines Monats beendet sein. (APA/AP)

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