Kampf gegen Walfleisch-Verarbeitung in Südkorea

17. Mai 2005, 12:22
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Greenpeace besetzte Baugelände einer künftigen Fabrik und wandelte es in "Botschaft für die Wale" um - nun droht die Räumung

Seoul - Seit Wochen hat Greenpeace in der Stadt Ulsan in Südkorea das Baugelände einer Fabrik besetzt, in der das Fleisch von Walen und Delfinen verarbeitet werden soll. Diese "Botschaft für die Wale" steht nun kurz vor der Räumung, befürchtet die Umweltorganisation am Mittwoch.

"Wir werden das Gelände erst räumen, wenn die Stadtregierung ihre Pläne aufgibt", so ein Sprecher der "Botschaft". Laut Greenpeace sind alleine in der vergangenen Woche drei junge Minkewale auf der Straße, direkt vor der "Botschaft", ausgenommen und zerlegt worden.

Umweltschützer aus 14 Ländern, unter ihnen für einige Zeit die Wienerin Jutta Matysek, halten die "Botschaft" seit einem Monat am Laufen. Über 20.000 Protestnachrichten sind in dieser Zeit bei der koreanischen Regierung eingegangen. Ulsan ist auch deshalb ein Brennpunkt, weil in der Stadt vom 20. bis 24. Juni die nächste Tagung der Internationalen Walfang Kommission stattfinden wird. (APA/red)

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