Regierung soll Wünschen der Eltern nachkommen

11. Mai 2005, 19:32
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Opposition fordert Änderung bei Kindergeld und -betreuungsplätzen - Achleitner kontert

Wien - Die Opposition unterstützt die AK-Forderung nach Änderungen beim Kinderbetreuungsgeld: "Die Regierung muss in der Familienpolitik endlich ihre Reformblockade aufgeben", verlangte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl in einer Aussendung am Mittwoch. Ebenso die Grüne Familiensprecherin Sabine Mandak. Die Regierung müsse den Wünschen der Eltern nach mehr Flexibilität beim Bezug des Kindergeldes nachkommen.

Statt Lippenbekenntnisse abzugeben, sei Sozialministerin Ursula Haubner (B) aufgefordert, "Bereitschaft zur Umsetzung ehrlicher Reformen" zu zeigen. Die mangelnden Kinderbetreuungsplätze könnten nicht mit "fadenscheinigen Erhebungen" kleingeredet werden, auch soll sie den kleinen Anstieg der Väterkarenz von 1,6 Prozentpunkten in sechs Jahren nicht schönreden, forderte Kuntzl ein. Da das Modell des Vaterschutzmonats in der AK-Umfrage einen hohen Zuspruch erfuhr, seien unterstützende Maßnahmen angebracht.

Mandak fühlt sich durch die AK-Studie in ihren Forderungen bestätigt: "Ein Vatermonat, einkommensabhängige Karenzelemente, mehr Flexibilität bei der Inanspruchnahme und die Aufhebung der Zuverdienstgrenze sind unsere vorrangigen Ziele", formulierte die Abgeordnete. Dringenden Handlungsbedarf sieht die Grüne Politikerin auch bei der steigenden Arbeitslosigkeit von Wiedereinsteigerinnen.

Achleitner weist AK-Kritik zurück

Die Frauensprecherin des freiheitlichen Parlamentsklubs, Elke Achleitner, hat am Mittwoch die Kritik der Arbeiterkammer am Kindergeld zurückgewiesen. Die unbestreitbaren Vorteile des Kindergelds könne auch die AK "nicht mehr weg argumentieren", meinte Achleitner in einer Aussendung. Sie riet der Interessensvertretung, "sich auf ihre eigentlichen Kernaufgaben zu besinnen und nicht als Steigbügelhalter der Opposition zu fungieren". (APA)

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