Justizpersonal: Miklautsch will 200 ÖBB-ler - Über 600 meldeten sich

13. Mai 2005, 16:37
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Personalleasing-Modell - Löwenanteil wird in der Verwaltung eingesetzt

Wien - Einen großen Ansturm hat nach Angaben des Justizministeriums der Plan ausgelöst, 200 Bedienstete der ÖBB in das Justizpersonal zu übernehmen. Wie der Pressesprecher von Justizministerin Karin Miklautsch (B), Christoph Pöchinger, auf Anfrage der APA mitteilte, hätten sich "mehr als das dreifache" - also über 600 Interessierte - bei den ÖBB für einen Übertritt gemeldet. Dabei ist geplant, mittels eines "reinen Personalleasing-Modells" 200 ÖBB-Mitarbeiter aufzunehmen. "Wir geben den ÖBB einen finanziellen Ausgleich für diese Mitarbeiter".

Pöchinger zeigte sich erfreut, dass die Justiz "aus einem großen Pool" auswählen könne. Dabei werden auch "jene, die sich bewähren, die Chance erhalten, feste Planstellen der Justizwache und der Gerichtsbediensteten" zu erhalten. Wie viele Planstellen es werden, konnte er nicht sagen. Dies hänge auch von der natürlichen Fluktuation ab.

"Breites Spektrum"

Wer in der ÖBB sich für einen Übertritt in den Justizbereich entschlossen habe, könne man nicht genau sagen. Es gebe jedenfalls "ein sehr breites Spektrum junger bis älterer Mitarbeiter". So gebe es ausgelernte ÖBB-Lehrlinge, die eine neue Perspektive suchten. Und darüber hinaus "bieten wir ganz bewusst älteren Mitarbeitern der ÖBB eine Chance", so Pöchinger.

Maximal ein Viertel der 200 ÖBB-ler werden in die Justizwache übernommen. Der "Löwenanteil" werde aber im Bereich der Gerichtsbediensteten eingesetzt.

Bereits im Rahmen des Budgetbeschlusses für 2006 abgesegnet wurde die Personalaufstockung für die Justizwache. Demnach soll es einen "Aspiranten-Pool" mit zusätzlichen 100 Plätzen für die Grundausbildung der Justizwachebeamte geben. Ein ähnlicher Ausbildungs-Pool mit 200 Plätzen wurde auch im Innenministerium eingerichtet. Beschlossen worden war außerdem der Wechsel von bis zu 200 ÖBB-Bediensteten in die Justizwache. (APA)

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