Kongo-Brazzaville: Neun Tote durch Ebola-ähnliches Fieber

23. Mai 2005, 13:46
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Affenfleisch als Ursache vermutet - 11 weitere infiziert

Johannesburg/Brazzaville - Beim Ausbruch eines Ebola-ähnlichen Fiebers sind im Nordwesten der Republik Kongo-Brazzaville mindestens neun Menschen gestorben. Elf weitere haben sich infiziert, wie Südafrikas größtes Reisekrankenhaus am Montag in Johannesburg berichtete.

Betroffen seien vor allem die nahe der Grenze zu Angola liegenden Distrikte Itoumbi und Mbomo, rund 800 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Brazzaville. Der zuständige Facharzt Andrew Jamieson warnte vor allem die zahlreichen Facharbeiter vor Reisen, die in Kongo-Brazzaville im Diamant-Bergbau tätig sind.

"Die ersten Fälle traten offensichtlich unter Dorfbewohnern in Itoumbi auf, die auf Elefantenjagd einen toten Affen berührten und verzehrten, den sie unterwegs fanden", erklärte Jamieson. Die Behörden seien auf der Suche nach 56 Menschen, die offensichtlich ebenfalls mit dem Tierkadaver Kontakt hatten. Ob es sich bei der Krankheit um Ebola handelt, sollen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation Untersuchungen von Proben der Toten am Internationalen Medizinforschungszentrum CIRMF in Franceville in Gabun klären.

Sowohl das Ebola-Virus als auch das im benachbarten Angola grassierende Marburg-Virus werden durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten übertragen. Beim jüngsten Ausbruch des Marburg-Fiebers in Angola sind mehr als 300 Menschen erkrankt und mindestens 277 von ihnen gestorben. (APA/dpa)

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