Kräftige Finanzspritze für den deutschen Film

11. Mai 2005, 11:33
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90 Millionen Euro aus Risikokapitalfonds in den nächsten drei Jahren

Berlin - Die deutsche Filmwirtschaft erhält eine kräftige Finanzspritze. Sie kann in den kommenden drei Jahren mit einem Risikokapitalfonds von insgesamt 90 Millionen Euro rechnen. Diese Entscheidung fiel nach einem Treffen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit Vertretern der Filmbranche, teilte Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) am Dienstag mit.

"Dies ist ein gutes Zwischenergebnis auf dem Weg, die Kapitalbasis der erfolgreichen deutschen Filmproduzenten zu stärken", betonte Weiss. Wenn es mit dem deutschen Film weiter aufwärts gehe, könne erwartet werden, dass Rückzahlungen aus erfolgreichen Produktionen den Fonds speisen. Einzelheiten der Vergabe sollen jetzt in einer Arbeitsgruppe geklärt werden. Die Vergabe der Mittel soll unbürokratisch erfolgen.

Betriebsstättenproblematik

"Trotz großer Haushaltsnöte ist es gelungen, dieser Wachstumsbranche die Unterstützung zu gewähren, die sie benötigt, um ihren Erfolg fortzuschreiben", betonte Weiss. Mit Hochdruck müsse auch an der Betriebsstättenproblematik gearbeitet werden. "Es geht jetzt darum, möglichst gute Bedingungen für Koproduktionen zu schaffen."

Führende Vertreter der Filmbranche hatten in den vergangenen Monaten mehrfach Finanzierungsmodelle verlangt, die international wettbewerbsfähig sind und den deutschen Film verstärkt exportfähig machen. (APA/dpa)

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