FSC profitiert vom mobilen Trend

11. Mai 2005, 10:08
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PC-Hersteller will heuer wieder kräftig zulegen

Nach einem leichten Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2004 von 126 auf 121 Mio. Euro sieht sich der europäische Computerhersteller Fujitsu Siemens in Österreich wieder auf Erfolgskurs. Heuer will das Unternehmen auf 140,5 Mio. Euro zulegen. Wachstumsträger sollen, wie auch in den vergangenen Jahren, mobile Geräte wie Tablet-PC und Notebooks sein.

Sowohl Consumer als Business

Sowohl im Consumer als auch im Business Bereich sei der Trend weg vom Desktop hin zu einem mobilen Gerät deutlich sichtbar, so Peter Trawnicek, seit Januar Geschäftsführer der österreichischen Fujitsu Siemens (FSC). Für den Bereich Consumer Mobiles erwartet sich Trawnicek auch für heuer ein Umsatzwachstum von mehr als 80 Prozent. "Die Kunden wollen große Monitore, TV-Integration, Aufzeichnungsmöglichkeiten und - aufgrund der immer beliebter werdenden Digitalfotografie größere Festplatten", erläutert der FSC-Chef.

Fingerspitzengefühl

Der PC-Verkauf erfordere allerdings immer mehr Fingerspitzengefühl hinsichtlich der Preispunkte. Der Preisverfall liege hier bei vier bis acht Prozent/Jahr. Umsatzmäßig hielt FSC 2004 im gesamten österreichischen PC-Markt 8,4 Prozent der Marktanteile, bei den Stückzahlen hat das deutsch-japanische Joint Venture einen Anteil von 7,4 Prozent.

Zu der Diskussion um eine Mehrarbeit ohne Lohnausgleich im Hauptwerk in Augsburg meinte Trawnicek, dass dies nicht als Vorbote für ein Ende der Produktion in Europa gewertet werden könne. Die Arbeitskosten würden etwa bei einem 300-Euro-PC lediglich 29 Euro betragen. Hingegen habe man durch den deutschen Produktionsstandort für das Europa-Geschäft einen Zeitsprung von drei Monaten gegenüber der asiatischen Konkurrenz, die ihre Geräte verschiffen müssten. (kat)

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    foto: epa/afpi/yoshikazu tsuno
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