Die Viertelfinal-Paarungen sind perfekt

13. Mai 2005, 11:50
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Zum Abschluss der Zwischenrunde feierte Schweden einen Kantersieg über Lettland, Tschechien hatte Weißrussland fest im Griff

Innsbruck/Wien - Im Viertelfinale der Eishockey-WM kommt es am Donnerstag zu einem brisanten Trainer-Duell. Schweden trifft unter Teamchef Bengt-Ake Gustafsson in Innsbruck auf die Schweiz unter Ralph Krueger. Gustafsson war bei der VEU Feldkirch als Spielmacher verlängerter Arm von Trainer Krueger beim Triumph in der European Hockey League 1998 und später dessen Teamchef-Assistent in der Schweiz. In Innsbruck steigt auch der Schlager zwischen Titelverteidiger Kanada und der Slowakei, Weltmeister von 2002. Die Paarungen in Wien: Tschechien - USA und Russland - Finnland.

Höchsten Sieg eingestellt

Schweden stellte am Dienstagabend in der Olympiahalle mit einem 9:1-Erfolg gegen Lettland den höchste Sieg dieser WM ein. Der Vize-Weltmeister sicherte sich Platz eins in der Zwischenrunden-Gruppe F und leistete damit auch jene Nachbarschaftshilfe, die Österreich von Deutschland - erfolglos - erhofft hatte. Durch den Sieg des "Drei-Kronen-Teams" schaffte auch Finnland den Aufstieg, Lettland hätte sich mit einem Erfolg das Ticket für die letzten Acht geholt.

Doch Schweden machte kurzen Prozess. Niklas Kronwall schon nach 28 Sekunden, Daniel Alfredsson (15.) und Christian Bäckman im Powerplay (20.) sorgten schon im ersten Drittel für klare Verhältnisse. Danach verließ Lettlands Nationalheld Arturs Irbe frustriert das Tor, sein Nachfolger Edgars Masalskis musste aber auch gleich hinter sich greifen, nachdem Rhodin 65 Sekunden nach Wiederbeginn im Powerplay auf 4:0 erhöht hatte. Magnus Johansson (37./PP), Jörgen Jonsson (41., 47.), Peter Nordström (48.) und Jonas Höglund (53./PP) trugen sich beim Kantersieg ebenfalls in die Torschützenliste ein.

Tschechen ließen nichts anbrennen

Das tschechische NHL-Starensemble ließ von Beginn an keinen Zweifel darüber aufkommen, im Viertelfinale in Wien bleiben zu wollen. Jaromir Jagr und Co. zogen gegen die in allen Belangen untelegenen, aber tapfer kämpfenden Weißrussen ein powerplay-artiges Spiel auf. Cajanek (17.) bezwang Schabanow, der die weißrussische Nummer eins, Mezin, im Tor vertrat, nach herrlichem Assist von Rucinsky zum 1:0. Hlavac (27.) erhöhte im Mitteldrittel mit seinem ersten Tor der laufenden WM auf 2:0. Jagr (33.) traf mit einem halbhoch platzierten Schuss zum 3:0.

Nachdem Koltsow (38.) mit seinem dritten WM-Treffer auf 1:3 verkürzt hatte, erhöhten Straka (47.) nach Assist von Jagr sowie Varada (50.) noch auf 5:1. (APA)

Ergrbnisse der Zwischenrunde

  • Schweden - Lettland 9:1 (3:0,2:0,4:1) Olympiahalle Innsbruck, 3.000, Schütz/Halecky/Laschowski (GER/SVK/CAN). Tore: Kronwall (1.), Alfredsson (15.), Bäckman (20./PP), Rhodin (22./PP), M. Johansson (37.PP), J. Jonsson (41., 47.), Nordström (48.), Höglund (53./PP) bzw. Ziedins (51.). Strafminuten: 14 bzw. 16.

    Schweden: Lundqvist - Kronwall, Bäckman; Rhodin, K. Jonsson; R. Sundin, M. Johansson; Norström - Alfredsson, Axelsson, Pahlsson; Weinhandl, Zetterberg, Hedström; Samuelsson, H. Sedin, D. Sedin; Höglund, J. Jonsson, Nordström

    Lettland: Irbe (21. Masalskis) - Tribuncovs, Sorokins; Saviels, Skrastins; Lavins, Ignatjevs; Bartulis, Galvins - Sirokovs, Cipruss, Pantelejevs; Nizivijs, Semjonovs, Tambijevs; Ankipans, Sprukts, Cipulis; Redlihs, Vasiljevs, Ziedins

  • Tschechien - Weißrussland 5:1 (1:0,2:1,2:0)
    Wiener Stadthalle, 7.000, SR Matsuoka/Lesnjak/Popovic (CAN/SLO/SUI). Tore: Cajanek (17.), Hlavac (27.), Jagr (33.), Straka (47.), Varada (50.) bzw. Koltsow (38.). Strafminuten: 8 bzw. 6.

    Tschechien: Vokoun - Slegr, Th. Kaberle; Kubina, Spacek; Zidlicky, Fischer; F. Kaberle, Hejda - Jagr, Prospal, Straka; Hlavac, Vyborny, Sykora; Dvorak, Cajanek, Rucinsky; Varada, Vrbata, Vasicek

    Weißrussland: Schabanow - Baschko, Makritskij; Mikultschik, Rjadinskij; Schurik, Swita; Kopat - Grabowskij, Koltsow, Tsyplakow; Skabelka, Zadalenow, Kostitsyn; Strachow, Mikalew, Dudik; Meleschko, Krutikow, Ugarow

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      Die lettische Goalie-Legende Arturs Irbe muss den Puck passieren lassen.

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      Schütze Jan Hlavac freut sich über das 2:0 für Tschechien.

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