Ein Nichtstreit bei den Lugners kann nicht eskalieren

19. Mai 2005, 16:04
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"Es ist alles Liebe, Wonne und Waschtrog", erklärt Frau Mausi - auch im Namen ihres Mannes

An der Sache, betont Christina Lugner, sei nichts dran. "Es ist alles Liebe, Wonne und Waschtrog", erklärt Frau Mausi - auch im Namen ihres Mannes: Davon, dass der Haussegen bei First Baumeisters schief hänge, könne keine Rede sein - Streitereien gäbe es in jeder Beziehung, und "Probleme sind da, um gelöst zu werden". Und die "löst" Richard Lugner auf eine für den sonst so vielsilbigen Baumeister ungewöhnliche Art: "Das ist eine absolute Privatsache." Und darüber "rede ich nicht. Wenn sich jemand daran nicht hält, klage ich."

Verletzte Privatsphäre

Deshalb hat das öffentlichste Paar Österreichs - nach Angaben von Frau Lugner - Kurier und Heute verklagt: Beide Blätter hätten die Lugner'sche Privatsphäre verletzt, als sie über einen - nie stattgefunden habenden - Wochenendstreit (Mausi laut APA: "eine laute Party") im Hause L. berichtet hatten. Wie die APA herausfand, war der Nichtstreit so heftig, dass die Polizei anrückte. Die habe, so die APA, gegen Frau Lugner ein Betretungsverbot der ehelichen Bleibe verhängt: Mausi habe Krallen gezeigt und den Gatten gekratzt.

Stimmt nicht, beweist Frau Lugner gegenüber dem STANDARD: "Wieso wohne ich dann immer noch hier?" Der nicht stattgefunden habende Streit (Mausi.: "Wir sind beide Choleriker") habe sich an 100 Muttertagsrosen (nicht) entzündet, die Herr Lugner in der Lugner-City abgestaubt habe. "Damit habe ich vor ihm gewachelt, bis kein Blatt mehr dran war." Daher also die Kratzer? "Nein! Ich habe ihn nicht einmal berührt!"

Erstaunen, dass ein(e) Lugner eine - sogar verletzbare - Privatsphäre hat, erstaunt Lugner: "Wir sind öffentliche Personen, aber nicht so wie Politiker." Dass die Familie ihr Privatleben doch sogar in einer eigenen Sitcom ausbreite, stimme "so" auch nicht: "Das ist eine vorgegebene Dramaturgie. Die Inhalte kommen von der Regie. Unser echtes Leben wäre vollkommen uninteressant." Aber wenn manche Medien die Grenze zwischen TV-Spiel und Wirklichkeit aus den Augen verlören, müsse man "als glückliche und intakte Familie" einschreiten. "Nicht wegen uns - aber wegen unserer Tochter." (rott, DER STANDARD Printausgabe, 11.05.2005)

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