Papst-Golf-Versteigerer lässt "offene Fragen" überprüfen

12. Mai 2005, 13:30
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Höhere Gebote für das Auto seien auf eBay nicht mehr registriert worden

Der deutsche Versteigerer des Papst-Autos lässt juristisch überprüfen, ob der Geldsegen aus der Versteigerung nicht noch höher als die erzielten 188.938,88 Euro ausfallen könnte. Die Münchner Anwaltskanzlei Ulsenheimer und Friedrich teilte am Dienstag mit, Benjamin Halbe aus Olpe habe sie beauftragt, "die Sach- und Rechtslage betreffend die von der Auktionswebsite eBay veranstaltete Internet-Auktion zu überprüfen". In der letzten Stunde vor Auktionsende hätten "nachweislich mehrere Bieter aus Deutschland höhere Gebote abgegeben, die jedoch auf der eBay-Website nicht registriert werden konnten".

Foderung an eBay

Man werde deshalb eBay noch am Dienstag auffordern, "den Grund der Zugriffschwierigkeiten darzulegen", erklärte Anwalt Jürgen Langer. Durch den vermutlichen Systemausfall sei "auf nicht hinnehmbare Weise in Auktionsabläufe eingegriffen worden", sagte sein Kollege Adam Ahmed.

188.938,88 Euro

Der 21-jährigen Zivildienstleistende Halbe hatte den von ihm im Jänner für rund 10.000 Euro gekauften Golf, der vorher auf den jetzigen Papst Benedikt XVI., Kardinal Joseph Ratzinger, zugelassen war, im Internet versteigert. Eine Minute vor Schluss der Auktion war am vergangenen Donnerstag das Gebot des Internet-Casinos "GoldenPalace.com" in Höhe von 188.938,88 Euro eingetroffen - knapp die 19-fache Summe des Preises, den Halbe bezahlt hatte.(APA/AP)

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