Kärnten: Dalai Lama soll Touristen anziehen

11. Mai 2005, 22:57
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In der Heimatgemeinde Heinrich Harrers ist Europa-Zentrum für Tibetische Medizin und Philosophie geplant

Klagenfurt - Der Dalai Lama könnte zu einem unschätzbaren touristischen Zugpferd für Kärnten werden. In der Heimatgemeinde seines Freundes Heinrich Harrer, Hüttenberg, soll nämlich das Europa-Zentrum für Tibetische Medizin und Philosophie entstehen. In dieses weltweit neben Daramshala in Nordindien zweite derartige Zentrum sollen 65 Mio. Euro investiert werden, rund 400 Arbeitsplätze sind geplant. Die Landesregierung gab jedenfalls am Dienstag in einem einstimmigen Grundsatzbeschluss grünes Licht für die Detailplanungen.

Betreiber des ehrgeizigen Projektes ist die im Wellness- und Hotelbereich seit vielen Jahren tätige Rogner Gruppe. Kernstück ist ein Tibetisches Kloster mit angeschlossenem Hotel, das auch dem Dalai Lama während seiner Europa-Aufenthalte zur Verfügung stehen soll. "Urlaub für Körper, Geist & Seele auf Basis alter christlicher und östlicher Philosophie und Spiritualität" lautet die Devise.

Regionaler Effekt

In das Projekt soll aber nicht nur der Ort Hüttenberg, sondern die gesamte Region einbezogen werden. Insgesamt sollen in St. Veit an der Glan und Hüttenberg 1.000 Ganzjahresbetten einer neuen Gäste-Schicht angeboten werden. Angedacht ist auch ein Institut für Tibetische Medizin und Philosophie unter Einschluss von Universitäts-, Forschungs- und Spitalseinrichtungen. In religiöser Hinsicht stellt man sich eine Art Kooperation mit dem Bistum Gurk vor.

Landeshauptmann Jörg Haider teilte nach der Regierungssitzung mit, dass der Dalai Lama das Projekt ausdrücklich begrüße. Robert Rogner jun. ist sich sicher, dass auf Grund der Persönlichkeit des Oberhauptes der Tibeter und dessen Umfeldes (u.a. Schauspieler Richard Gere) mit einem enormen Medieninteresse gerechnet werden könne. Als Partner neben Rogner sollen das Land Kärnten, der Bund, die Stadt St. Veit, Hüttenberg sowie die Gemeinden der Region fungieren. Rogner ließ am Dienstag die Medien wissen, dass der Dalai Lama "als Schirmherr das Projekt begleiten wird". (APA)

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